Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Südtirol: St. Maria Müstair - Maria Weissenstein - Brixen - Naturns (hl. Prokulus)

3 Tage

10. - 12. Mai 2014

Reiseroute

St. Maria Müstair - Naturns - Maria Weissenstein - Brixen

Geistliche Leitung / Begleitung: Prälat Dr. Markus Walser / Marian. Frauen- und Müttergemeinschaft - alle Pilger herzlich willkommen!

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 420.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 60.00

inkl. Vollpension

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Samstag, 10. Mai

Bei schönem Wetter fahren wir über den Flüela- u. Ofenpass, andernfalls über den rund 600 m tiefer gelegenen Reschenpass nach St. Maria Müstair. Hl. Messe in der Klosterkirche. Mittagessen, Besuch des hochinteressanten Kloster-Museums.

Wir verlassen das Münstertal und erreichen nach kurzer Fahrt Naturns, Südtirols sonnenreichste Gemeinde. Besuch von St. Prokulus, der ältesten frühchristlichen Kirche im südlichen Alpenraum. Der hl. Prokulus ist im 4. Jh. als röm. Soldat, Bischof und Märtyrer von Verona überliefert. Die berühmten Wandgemälde, die in ihrer Ausführung bis heute einzigartig sind, zeigen Lebensstationen des Heiligen, sowie seine Flucht aus der Stadt Verona „auf einer Schaukel.“ Auf der Brenner-Autobahn gelangen wir abends nach Brixen. Zweimalige Übernachtung.

Sonntag, 11. Mai

Tagesausflug in die Südtiroler Hochalpen, zum Sonntagsgottesdienst im Zisterzienserkloster Maria Weissenstein „Mutter der Schmerzen“ (1520 m ü.M.). Es ist der meistbesuchte Wallfahrtsort der Provinzen Bozen u. Trient, mit prächtigem Gebirgspanorama inmitten grüner Wiesen und dunkler Wälder.

Rückfahrt nach Brixen, Aufenthalt in der historischen Bischofsstadt mit der Domkirche Mariä Himmelfahrt mit den Häuptern der hl. Kassian und Vigilius, sowie der Hofburg.

Montag, 12. Mai

Führung im Augustiner Chorherren-Stift. Hl. Messe in der lichtdurchfluteten spätbarocken Stiftskirche. Anschl. geführte Weinverkostungen im urigen Stiftskeller mit Südtiroler Spezialitäten wie Speck, Käse, Kaminwurzen, Schüttelbrot u.v.m. Heimfahrt über den Brenner, Innsbruck, das Tirol und durch den Arlberg zu unseren Ausgangsorten.


Informationen zu den Reisezielen

St. Maria Müstair / CH

Der älteste Wallfahrtsort der Schweiz. Hier liess Karl der Grosse im Jahr 800, nach seiner Krönung zum Kaiser durch den hl. Papst Leo III., als Dank für seine unfallfreie Überquerung der gefährlichen Alpen, eine Marienkapelle erbauen. In der Legende wird überliefert, dass der Frankenkönig Karl der Grosse persönlich ein Männerkloster in Müstair gestigftet habe. Er wollte damit das Christentum in seinem Reich stärken, eine Herberge an den Passweg schaffen und für das Bistum Chur einen Verwaltungssitz einrichten. Die Bauzeit um 775 passt gut in die Phase, als Karl das Kloster als Stützpunkt für seine Expansionspolitik nach Osten benötigte. Dank den archäologischen Untersuchungen der letzten 35 Jahre gehört Müstair zu den bekanntesten karolingischen Klöstern. Die Kirche entstand im Nordosten eines grossen Klostervierecks mit Bischofsresidenz, Gästeflügel sowie Arbeits- und Wohnmarkt der Mönche. Kurz vor 800 wurde die Klosterkirche mit einem Freskenzyklus ausgeschmückt, der die Heilsgeschichte in Form eines lückenlosen Bildteppichs über alle Wände ausbreitete. Dieser einmalige Bilderschatz erhebt Müstair zum UNESCO-Welterbe. Um 960 liess Bischof Hartpert von Chur den sogenannten Plantaturm als Wohn-und Wehrturm errichten. Wiederum war es die Passpolitik, diesmal unter Kaiser Otto I., die in Müstair ein bedeutendes Bauwerk in Form einer der ältesten mitteralterlichen Burgen entstehen liess, das auch Schutz bot gegen die gefürchteten Überfälle von Sarazenen und ungarischen Reiterhorden. Um 1035 wurde der karolingische Nordtrakt durch eine elegante, frühromanische Bischofsresidenz ersetzt, die Bischof Egino 1163 dem neu angesiedelten Frauenkonvent schenkte. Das bisherige Atrium wurde zum Kreuzgang und damit zum neuen Zentrum der Klosteranlage. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde das Kloster wie eine Stadt mit Mauern geschützt. Die Äbtissinnen Angelina Planta (reg. 1478-1509) und Barbara von Castelmur (reg. 1510-1533) sahen sich nach der Brandschatzung im Schwabenkrieg von 1499 zwischen den Bündnern und Tirolern gezwungen, grosse Teile des Klosters neu aufzubauen. Diese Arbeiten haben den spätmittelalterlichen Charakter des Klosters bis heute geprägt. In der Zeit der Gegenreformation und des Barocks ist es glücklicherweise nie zu einer Gesamterneuerung wie in anderen europäischen Klöstern gekommen. Hingegen entstanden repräsentive Stuben mit qualitätsvollen Interieurs. 1799 besetzten napoleonische Truppen das Kloster, und in der nachfolgenden Helvetik wurde die Abtei zu einem Priorat deklassiert. In einer vitalen Phase zwischen 1878 und 1904 wurden der Mitteltrakt erneuert, die Kirche restauriert, neue Zellen und Schulräume gebaut. Mehr als 1200 wechselvolle Jahre haben dieses benediktinische Kloster geprägt. Die Stiftung Pro Kloster St. Johann versucht mit Spenden die bauliche Zukunft des Klosters und damit auch das spirituelle Weiterleben sicherstellen.

Maria Weissenstein (Pietralba) / I

Es ist nicht ein Dorf, sondern ein Wallfahrtsort, inmitten grüner Wiesen und dunkler Wälder in einer Seehöhe von 1520 m gelegen. Dem Besucher eröffnet sich hier ein prächtiges, weites Gebirgspanorama. Es ist der meistbesuchte Wallfahrtsort der Provinzen Bozen u. Trient. Von diesem Gebirgsort der Dolomiten aus segnet die Mutter der Schmerzen ihr Volk. Es ist eine Oase der Stille. Die Wallfahrer und Touristen kommen zu jeder Jahreszeit und finden herzliche Gastfreundschaft und frohen Aufenthalt. Die Geschichte des Wallfahrtsortes, der seit 1718 von den Serviten Patres betreut wird, beginnt im Jahre 1553 mit der Auffindung des Gnadenbildes, einer Pietà aus Alabaster, die am 24. August 1885 gekrönt wurde. Wertvolles Kleinod im Inneren der Barockkirche, die 1638 gebaut und 1673 geweiht wurde, ist die Auffindungskapelle. Der Klosterbau wurde 1722 erstellt. Anlässlich der 4. Jahrhundertfeier von 1953 wurde ein vollkommener Ablass gewährt, der täglich gewonnen werden kann. Die Wallfahrtskirche ist seit 1085 eine Basilika Minor. Am 17. Juli 1988 pilgerte auch Papst Johannes Paul II. nach Weissenstein.