Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Skandinavien - OLAVSWEG: Oslo - Trondheim (hl. Olav) - Vadstena (hl. Birgitta) - Uppsala (hl. Erik) - Stockholm - Göteborg - Speyer (hl. Edith Stein)

12 Tage

15. - 26. Juli 2013

Reiseroute

Aarhus - Oslo - Lillehammer - Trondheim - Sundsvall - Uppsala - Stockholm - Vadstena - Göteborg - Hildesheim - Speyer

Geistliche Leitung / Begleitung: Pfr. Theodor Zimmermann

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 2'270.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 500.00

inkl. Vollpension (2 x Lunch, 5 Essen fakultativ)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Montag, 15. Juli

Frühzeitige Fahrt über Basel, Frankfurt, Hannover. Mittagslunch aus dem Car. Am Abend überqueren wir bei Hamburg die Elbe und erreichen am Rand der Holsteinischen Schweiz unseren Übernachtungsort. Hotelbezug und Nachtessen.

Dienstag, 16. Juli

Wir verlassen die saftigen Weiden Norddeutschlands und durchfahren die Sanddünen-Halbinsel Jütland. In diesem Teil Dänemarks ist der Horizont unendlich – erfüllt von Meeresgischt, weiten Stränden und beeindruckender Natur. Zwischenhalt in Åarhus. An der Stelle der heutigen Kathedrale war die älteste Stabkirche in Jütland und birgt Reliquien des hl. Clemens von Rom, Patron der Seefahrer. Gottesdienst und Mittagsaufenthalt. Weiterfahrt durch das mit kleinen Sunden und Buchten hügelige und fruchtbare Limfjordland im Norden. Einschiffen und ca. 3h Überfahrt von Fredrikshaven nach Göteborg. Am Oslofjord entlang erreichen wir auf der Bohuslän-Autobahn Oslo. Hotelbezug

Mittwoch, 17. Juli

Hl. Messe in der Kathedral-Kirche. Stadtrundfahrt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Oslo, vom Parlamentsgebäude bis zum Königs-Schloss. Fahrt durch den Stadtteil Kvadraturen, der durch König Christian IV nach dem Stadtbrand 1624 neu aufgebaut wurde. Auf Oslo‘s höchstem Berg (olymp. Winterspiele von 1952), ist die Holmenkollen Sprungschanze, die zwischen 1892 und 2008 jedes Jahr benutzt wurde. Mittagessen fakultativ. Nachmittags beginnt der Olavs-Pilgerweg durch die unvergessliche Naturschönheit am Mjosa-Fjord, dem grössten See Norwegens entlang. In Ringsaker besuchen wir die Basilika mit dem Olavs-Altar, der ein Geschenk des letzten kath. Paters vor der Reformation war und aus ca. 100 geschnitzten Bildern gefertigt ist. Bei Hamar besichtigen wir die Ruinen der frühgotischen Kirche. Abends Ankunft in der Olympiastadt Lillehammer. Vielleicht sichten wir den ältesten Passagierraddampfer der Welt, der wie wir auch, nach Lillehammer unterwegs ist... Hotelübernachtung.

Donnerstag, 18. Juli

Besuch des grössten norwegischen Freilicht-Museums, das die Wikingerbauern-Kultur der letzten 500 Jahre im Gudbrandsdal zeigt, mit der Fischerkapelle von Oyra, ältestes erhaltenes Kirchengebäude Norwegens. Mittagessen. Anschl. Fahrt durch das Gudbrandsdal. Besuch der Stabkirche in Ringebu. Bei Hundorp traf sich 1021 König Olav mit dem Bauernführer Dale-Gudbrand, worauf dieser sein Bauernheer der Königsmacht übergab und alle das Christentum annahmen. Besuchenswert ist auch der Gudbrandsdaldom (Sor-Fron-Kirche) mit einem der schönsten Friedhöfe des Landes. Wir nähern uns Trondheim und sehen schon den Faeginsbrekkja (Berg der Freude). Von hier aus haben die Pilger das erste Mal den Blick auf den Nidarosdom. Hotelbezug für 2 Nächte.

Freitag, 19. Juli

Trondheim liegt an der Einmündung der Nidelva in den Trondheims-Fjord. Besuch der Grabstätte von St. Olav, Schutzpatron Norwegens, im Nidaros-Dom, der einzigen gotischen Kathedrale des Landes und zugleich prächtigste Kirche Nordeuropas. Auf der geführten Stadtrundfahrt sehen wir die alten Hafenspeicher, den „Stiftsgården“, die königliche Residenz, den Marktplatz mit der Statue des Wikingerkönigs Olav Tryggvason, Gründer der Stadt (997). Mittagessen fakultativ. Altstadtspaziergang durch die alte Stadtbrücke mit dem roten „Tor der Freude“ zum Stadtviertel Bakklandet, wo die alte bezaubernde Holzarchitektur bewahrt blieb und wo der weltweit einzige Fahrrad-Lift benutzt werden kann, durch die Gassen mit zahlreichen schmucken Lädchen und Restaurants, mit Hummer und anderen delikaten Fischspeisen, freier Aufenthalt.

Samstag, 20. Juli

Weiterfahrt durch das Stjördal, mit der Hegra-Festung (Symbol für den Widerstand), durchs mittelschwedische Jämtland mit seinen Birkenwäldern, tausend Seen und einzigartigem Hochmoor, wo uns vielleicht auch Elche begrüssen? Mittags gelangen wir nach Östersund, am sagenumwobenen Storsjönsee. Mittagslunch aus dem Car. Anschliessend Weiterfahrt an die Ostküstenstadt Sundsvall. Hotelübernachtung.

Sonntag, 21. Juli

Vormittags erreichen wir die Universitätstadt Uppsala. Hier empfängt uns die Schweizerin Sibylle Hardegger, Theologin des Bistums Basel. Sie arbeitet an der einzigen katholischen theologischen Hochschule Skandinaviens, die von den Jesuiten betrieben wird. Sie arbeitet im Auftrag des deutschen Bonifatiuswerkes und des Schweizer Ansgarwerkes. Wir besuchen den Eriksdom mit dem goldenen Schrein des hl. Königs Erik. Nach dem Mittagessen Weiterfahrt in die Nähe der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Hotelbezug für 2 Nächte.

Montag, 22. Juli

Das „Venedig des Nordens“ ist im Übergang der Ostsee zum See Mälaren, auf vierzehn Inseln erbaut und eine der schönsten Hauptstädte der Welt! Stadtführung und Aufenthalt. Mittagessen fakultativ. Seit 1520 wurde sie weder belagert noch von feindlichen Truppen eingenommen, alle Bauwerke sind erhalten.

Dienstag, 23. Juli (hl. Birgitta)

Am Birgitta-Namensfest erreichen wir vormittags in Vadstena am Vätternsee, das Hauptziel der Pilger in Schweden, die Klosterkirche (die blaue Kirche) mit dem Schrein der hl. Birgitta, Gründerin des Erlöserordens, Mystikerin und Patronin Europas. Aufenthalt und Führung. Übernachtung im Pilgerhaus.

Mittwoch, 24. Juli

Nach ca. 3 Std. Fahrt gelangen wir zur dänischen Hauptstadt Göteborg. Die Hafenstadt ist das kulturelle Zentrum Westschwedens und eine der reizvollsten Städte Skandinaviens. Besuch der Christ-Königskirche. Geführte Stadtrundfahrt und Besichtigung der Altstadt, Mittagessen. Aufenthalt. Abends Einschiffen (2-Bettkabinen) zur nächtl. Überfahrt zur deutschen Hansestadt Kiel. Nachtessen fak. im Schiffsrestaurant.

Donnerstag, 25. Juli

Frühstück an Bord. Fahrt nach Hildesheim, hl. Messe in der Basilika St. Geodehard (dank diesem grossen Ortsheiligen heisst unser Alpenpass „St. Gotthard“). Seit dem 12. Jh. ist sie baulich fast unverändert geblieben und gehört zu den bedeutenden Sakralbauten der Hochromanik in Norddeutschland. Mittagessen in der wunderschönen Altstadt mit seinen mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Nachmittags Weiterfahrt nach Speyer. Hotelbezug und Nachtessen.

Freitag, 26. Juli

Wir besuchen den weltweit grössten noch erhaltenen romanischen Kaiser- und Mariendom, mit der Kaisergruft der Salier, UNESCO-Weltkulturerbe. Besuch des Klosters St. Magdalena, Wirkungsstätte der hl. Edith Stein (+ 9. Aug. 1942). Führung und Museumsbesuch. Nach dem Mittagessen kehren wir über Karlsruhe und Basel an unsere Ausgangsorte zurück.


Informationen zu den Reisezielen

Skandinavien

Durch die Reformation hat Skandinavien den lutherischen Glauben fast ganz angenommen. Ausser die Heiligen wie Birgitta v. Schweden, die hl. Könige Erik (Schweden), Olav (Norwegen) und Knut (Dänemark), sind zahlreiche lokale Heilige etwas in Vergessenheit geraten. In Skandinavien aber ist die Reformation nur bedingt umgesetzt und bis heute gibt es in den lutherischen Gemeinden durchaus eine Heiligenverehrung, so dass manches Erbe gewahrt blieb, was sonst verloren gegangen wäre.

Olavs-Weg

Jahrhundertelang reisten die norwegischen Könige von Oslo auf dem Olavs-Weg durch das Gudbrandsdal (Tal der Täler) nach Trondheim, um in der Nidaros Kirche, am Grab des hl. Königs Olav gekrönt zu werden. Die Grundlage für die Wallfahrten war die Olavs-Tradition. Olav II. Haraldsson hatte versucht, das Land unter sich als christlichem König zu einigen, fiel aber im Jahre 1030 bei der Schlacht bei Stiklestad (im heutigen Verdal). Der Olavs-Weg ersetzte für Gläubige damals die Romreise und entsprach damit in ihrer religiösen Bedeutung dem Jakobsweg für die Deutschen, Italiener, Franzosen oder Spanier. Die Reformation beendete die Pilgerzüge, der Schrein wurde vernichtet, Kirchen und Klöster aufgehoben. Jedoch im heutigen Bispegård (Bischofshof) in Oslo können moderne Fusspilger, -innen wieder einen Stempel in ihren Pilgerpass bekommen, den sie in Trondheim abschliessen. Und Trondheim dient dem norwegischen König als Residenz (Stiftsgarden), und der Nidaros-Dom als geistliches Zentrum Norwegens, weshalb auch alle königlichen Krönungszeremonien hier stattfinden.

Schweden

Klosterleden (der Klosterweg) erlebte seine Blütezeit von ca. 1050 bis zur Reformation, als Gustaf Vasa 1544 das Pilgern verbot. Eines der Ziele, wo die Wallfahrer hin pilgerten, war Vadstena, zum Reliquienschrein der hl. Birgitta. Der heutige 1997 neu angelegte Klosterleden ist ca. 250 km lang, führt von der Ostesse an 40 Kirchen und 11 Klöstern vorbei, von denen heute nur noch zwei aktiv sind: das Birgittinnenkloster in Vadstena und das Kloster Heliga Hjärta (Kloster des Hl. Herzens). Teile des Weges verlaufen so, wie früher einmal die alte Eriksgata (Königsstrasse) verlief, und der Weg von Söderköping bis nach Vadstena entspricht ungefähr der Strecke, auf der damals der Schrein der hl. Birgitta, nach ihrem Tod in Rom (1373), nach Schweden gebracht wurde.