Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Jakobsweg: FATIMA - Santiago de Compostela - Lourdes - Toledo - Valencia – Burgos - Annecy

12 Tage

6. - 17. Oktober 2012

Reiseroute

Avignon - Lourdes - Jakobsweg - Santo Domingo de la Calzada - Burgos - Santiago de Compostela - Fatima - Batalha - Toledo - Valencia - Annecy

Geistliche Leitung / Begleitung: P. René Klaus

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 1'650.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 225.00

inkl. Vollpension (2 x Lunch, 2 Essen fakultativ)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Samstag, 6. Okt.

Nach dem Gottesdienst im Aargau, Fahrt in die Westschweiz, über Genf und Lyon. Mittagslunch aus dem Car. Im südlichen Rhônetal erreichen wir Avignon. Spaziergang in die Altstadt, kurzer Aufenthalt beim ehem. Papstpalast. Hotelübernachtung in der Provence.

Sonntag, 7. Okt.

Nach dem Frühstück Fahrt über Carcassonne, Toulouse und Tarbes. Mittags erreichen wir Lourdes. Sakramentsprozession 17.00 h, Lichterprozession um 21.00 h.

Montag, 8. Okt.

Weiterreise über Biarritz und die spanische Grenze, am Golf von Biscaya und der wilden kantabrischen Küste entlang. Am Nachmittag verlassen wir das Baskenland und begeben uns auf den Jakobsweg, Zwischenhalt bei der wichtigen Station Santo Domingo de la Calzada. Abends Ankunft in Burgos.

Dienstag, 9. Okt.

Fahrt auf dem Jakobsweg über: Castrojeriz, Fromista, Villalcàzar de Sirga - hier verlassen uns die Pilger, welche eine Fussetappe (ca. 2-3 Std.) machen möchten. Für den Rest der Gruppe, bis die Fusspilger den Car wieder erreichen, Besuch des Refugio und der Pilgerstationen in Carrion de los Condes (Mittagessen fakultativ). Wir nähern uns dem Cebreiropass. Hier richtete Alfons II. schon um 836 ein Pilgerhospital und ein Kloster ein. Abends erreichen wir das Hauptziel der Jakobspilger, Santiago de Compostela, mit dem Grab des hl. Apostels Jakobus. 2x Hotelübernachtung.

Mittwoch, 10. Okt.

Führung und Aufenthalt am Hauptziel der Jakobspilger und der Ruhestätte des hl. Apostels Jakobus.

Donnerstag, 11. Okt.

Weiterfahrt der Küste entlang nach Portugal. Über Vigo und Porto kommen wir am Mittag nach Fatima. Für drei Nächte beziehen wir unser Pilgerhaus. Besichtigung der Wallfahrtskirche, wo die sel. Seherkinder Jacinta und Francisco sowie Sr. Maria Lucia beigesetzt sind. Lichterprozession jeweils um 21.00 Uhr.

Freitag, 12. Okt.

Aufenthalt am Gnadenort, Möglichkeit zum Besuch der Anbetungskapelle, der Bibliothek usw. Fahrt nach Aljustrel, Besichtigung des Dorfes und der Wohnhäuser der Seherkinder. Nachmittags Ausflug über Batalha an den Atlantik. Bevor der grosse Seefahrer Vasco da Gama seine Indien Entdeckungsreise antrat, pilgerte er zu diesem wunderschönen auf hoher Felsklippe gelegenen Pilgerort Nazaré, zur „Stillenden Madonna“.

Samstag, 13. Okt.

Am Gedenktag zur letzten Erscheinung von Fatima, Teilnahme am internationalen Gottesdienst um 10.00 Uhr - ein unvergessliches Erlebnis. Nachmittags freier Aufenthalt.

Sonntag, 14. Okt.

Wir verlassen Fatima und gelangen über Macao in die Handelsstadt Castelo Branco. Mittagsaufenthalt im sehenswerten Jardim do Paço Episcopal. Im wunderschönen, 1725 auf Wunsch des Bischofs von Guarda angelegten Garten mit Seen, Brunnen und kunstvollen Treppen, werden verschiedene Themen dargestellt: die fünf Erdteile, die vier Jahreszeiten, die Evangelisten, die Kirchenlehrer und Apostel usw. Mittagslunch. Nachmittags durchfahren wir den Tejo-Nationalpark und die einmalige Landschaft der span. Sierra Guadalupe. Abends Ankunft in der als Weltkulturerbe von der UNESCO geschützten Stadt Toledo.

Montag, 15. Okt.

Im span. Bürgerkrieg war Toledo Schauplatz der Belagerung und der Helden des Alcázar. Die vorbildlichste Kathedrale der span. Gotik wurde über einer Moschee errichtet, die ihrerseits, zur Zeit Recaredos, schon im 6. Jh. eine christliche Kirche gewesen war. Hl. Messe und Stadtführung. Die alten Gassen und historischen Gebäude strahlen einen bezaubernden Charme aus. In S. Leocadia ruht der Stadtpatron, der hl. Ildefons (607-667), der auch von der orthodoxen Kirche sehr verehrt wird. Er zählt zu den bedeutendsten Vertretern der spät-röm. Literatur. Nachmittags Fahrt an die Mittelmeerküste nach Valencia.

Dienstag, 16. Okt.

Vormittags Aufenthalt in der Altstadt, hl. Messe in der Kathedrale mit der Capilla del Santo Càliz, wo der Abendmahlskelch Jesu aufbewahrt wird. Der Weg führt uns nach Frankreich, über Perpignan, Narbonne in die Provence.

Mittwoch, 17. Okt.

Durch die Isère-Schlucht erreichen wir am Fuss der Savoyer-Alpen Grenoble, Chambery und Annecy. Hl. Messe am Schrein des hl. Franz von Sales, Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer. Gegenüber ruht ebenfalls die hl. Johanna Franziska von Chantal. Erfüllt mit unvergesslichen Eindrücken fahren wir zurück zu unseren Ausgangsorten.


Informationen zu den Reisezielen

Fatima / P

Der Platz Cova da Iria, wo sich heute das Heiligtum erhebt, war im Jahre 1917 ein einsamer Ort, an dem nur Gestrüpp und verkümmerte Bäume wuchsen. Hier sahen am 13. Mai 1917 die 10-jährige Lucia, der 9-jährige Francisco und die 7-jährige Jacinta oberhalb einer kleinen Steineiche zum ersten Mal die Mutter Gottes. Sie erschien ihnen hier erneut jeweils am 13. der Monate Juni, Juli, September und Oktober. Am 13. Oktober 1917, bei ihrer letzten Erscheinung, offenbarte sich die allerseligste Jungfrau Maria als die ”Herrin des Rosenkranzes”. Gleich darauf sahen Tausende von anwesenden Personen das schon am 13. Juli von unserer Lieben Frau versprochene Wunder, ”damit alle zum Glauben kämen”. Der Himmel, bisher von schwarzen Wolken bedeckt, öffnete sich und die Sonne schien. Diese nahm die Form und die Farbe einer dunklen und silbernen Scheibe an, welche das Augenlicht nicht verletzte. Sogleich begann sie sich um sich selbst zu drehen, als ob sie ein künstliches Feuerrad wäre. Und dreimal kam sie bis zur Höhe des Horizonts herab; sie drohte auf die Erde zu fallen. Die Sonne gab die verschiedenen Farben des Regenbogens wieder, die sich in der Luft, auf dem Boden, in den Bäumen und in den Gesichtern der Leute spiegelten. Das "Schauspiel" dürfte wohl eine Viertelstunde gedauert haben. Die Volksmenge (ca. 50'000) war dabei voller Angst, die einen weinten und schrien, die anderen riefen Gott und Maria um Erbarmen an und baten um die Verzeihung ihrer Sünden. Die Botschaft der Mutter Gottes, die der ganzen Welt anvertraut wurde, ist eine Botschaft zur Rettung der Menschheit mittels des Gebetes, besonders des Rosenkranzes, der Busse und der Verbreitung der Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens. Besonders durch die Weihe Russlands und der ganzen Welt an das unbefleckte Herz Mariens und durch die Sühneübungen der ersten Monatssamstage (wodurch letztlich die Liebe zum Herrn selber durch den Empfang der hl. Kommunion gefördert werden soll), werde der Weltfrieden und die ewige Rettung der Seelen erreicht. Die zwei Seherkinder Francisco und Jacinta starben im Kindesalter für die Bekehrung der Sünder. Jeweils am 13. des Monats findet um 10.00 Uhr der internationale Gottesdienst statt. Ein unvergessliches Erlebnis. Besichtigung der Wallfahrtskirche, wo die beiden im Jahr 2000 seliggesprochenen Seherkinder Jacinta und Francisco, und seit Februar 2006 Sr. Lucia beigesetzt sind. Besuch der Anbetungskapelle, der Bibliothek usw., Beichtgelegenheit.

Santiago de Compostela / E

Besuch der wundervollen roman. Kathedrale aus dem 11. Jh., wo die Reliquien-Büste des hl. Apostel Jakobus auf dem Hochaltar aufgestellt ist, und von den Gläubigen liebevoll umarmt wird. Das Grab des hl. Apostels Jakobus kann unter dem Hauptaltar besucht werden. Er war der erste Apostel, der das Martyrium auf sich nahm, und der Bruder des Lieblingsjüngers Johannes. Jesus fragte: "Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe bestehen, die ich bestehe?" "Wir können es" antworteten die "Donnersöhne." (Mk 10.35-40) Jakobus hat es wahr gemacht: Herodes Agrippa, ein Enkel des Kindermörders, verfolgte die junge christliche Gemeinde in Jerusalem, und das erste Opfer war - Jakobus. Herodes liess ihn im Jahre 42 n. Chr. mit dem Schwert enthaupten (Apg 12.2). Zwei treue Jünger, Athanasius u. Theodorus, brachten die Reliquien nach Galizien mit, um sie vor Entehrung zu schützen.

Lourdes / F

Einer der weltgrössten Pilgerorte. Gottesdienste,Sakraments- und Lichter-Prozessionen, Rosenkranzgebet und Kreuzweg prägen das Pilgerleben von Lourdes. Aufenthalt bei der Grotte. Gelgenheit zur Benutzung des Wassers der Heilquelle. Möglichkeit zum Besuch des Geburtshauses der hl. Bernadette und des Cachots. Besichtigung des Château Fort, von wo man einen herrlichen Ausblick in die Pyrenäen und über die ganze Stadt geniessen kann, usw. Lichterprozession täglich um 21.00 Uhr. Bernadette Soubirous wurde am 7. Januar 1844 in der Mühle Boly in Lourdes geboren und wurde zwei Tage später in der Pfarrkirche von Lourdes getauft. Als älteste von neun Kindern, von schwächlicher Gesundheit, wurde sie mit 13 Jahren ihrer früheren Amme, Marie Laguës, die in Bartrès wohnte, als Hirtenmädchen anvertraut. Im Januar 1858 kehrte sie nach Lourdes zurück, um sich auf ihre erste Kommunion vorzubereiten, die am 3. Juni stattfand. Zu dieser Zeit wohnte sie mit ihrer ganzen Familie im ”Cachot” (ehemaliges Gefängnis von Lourdes). Am 11. Februar 1858 sieht Bernadette ”ihre Dame” zum erstenmal und lernt von ihr das Kreuzzeichen andächtig zu machen. Bernadette empfängt die Botschaft der Mutter Gottes, mit dem Auftrag, diese der Kirche und einem jeden von uns zu übermitteln. Zwischen dem 14. Februar und dem 2. März sagte ihr die Dame: ”Willst du so freundlich sein, und 14 Tage lang hierher kommen?" "Ich verspreche dir nicht, in dieser Welt glücklich zu sein, wohl aber in der anderen.” ”Bete für die Sünder.” ”Sage den Priestern, sie sollen hier eine Kapelle bauen”. ”Ich will, dass man in Prozessionen herzieht.” ”Geh, trinke aus der Quelle und wasche dich.” Bei diesem letzten Auftrag grub die Seherin mit ihren Händen in dem Boden der Grotte, und es entsprang eine Quelle, die seitdem ununterbrochen fliesst. Am 25. März verkündet die Muttergottes: ”Ich bin die unbefleckte Empfängnis.” Insgesamt hatte Bernadette Soubirous (1844-1879) in der Zeit vom 11. Februar bis 16. Juli 1858 achtzehn Erscheinungen.

Valencia / E

Der Abendmahlskelch, El Santo Cáliz, ist das Gefäß (el vaissel oder Gral), mit dem Jesus Christus das Abendmahl begangen hat. Joseph von Arimathäa habe dieses Gefäß nach Europa bringen lassen. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Valerian habe der Papst Sixtus II., das Gefäß im Jahr 257/58 seinem Diakon, dem hl. Laurentius anvertraut, der aus der Stadt Huesca in Aragón stammte. Er fand später auf dem Rost den Märtyrertod, doch zuvor sei es ihm gelungen, den Kelch vor dem Zugriff der Römer in Sicherheit zu bringen und in seine iberische Heimat schaffen zu lassen. Auf diese Weise blieb das Gefäß während der gesamten Herrschaft der Westgoten über die iberische Halbinsel in Huesca. Als die Eroberung von Huesca durch die Araber im Jahr 716 unmittelbar bevorstand, brachte der dortige Bischof das Gefäß in die entlegenen Pyrenäentäler von Hoch-Aragón in Sicherheit. Mehr als drei Jh. lang hüteten die Mönche der westgotischen Klöster von San Pedro de Sasave und Santa María de Siresa die kostbare Reliquie, bis sie 1063 in die neue aragónische Königsresidenz nach Jaca gelangte. Als sich Sancho, Bischofvon Jaca und Huesca, 1071 nach San Juan de la Peña zurückzog, nahm er den Abendmahlskelch in das Höhlenkloster, wo sie bis zum Jahr 1399 verwahrt wurde. Dann liess König Martín die Reliquie zunächst in seinen Palast Aljafería nach Zaragoza und später in das Schloß von Barcelona bringen. Von dort gelangte es in den Königspalast von Valencia, um endlich 1437 in der "Kapelle des hl. Kelchs" der Kathedrale von Valencia den vorerst letzten Aufenthaltsort zu finden. Das Gefäß, das sich heute in der Capilla del Santo Cáliz der Kathedrale befindet, besteht aus einer aus Achat gearbeiteten Kelchschale, ein einziger, edel strukturierter Stein orientalischer Herkunft. Die Untersuchungen, die der Archäologe und Kunsthistoriker Antonio Beltrán durchführte, haben ergeben, daß der obere und eigentliche Teil des Kelches, die Schale, durchaus irgendwo im Nahen Osten - in Ostägypten, Palästina oder Syrien - vor oder in der Zeit Christi hergestellt worden ist. „Die Entdeckung des hl. Grals“ Buch von Michael Hesemann, Pattloch- Verlag. ISDN: 3-629-01659-6. Erwähnt sei auch die Basilika mit dem Gnadenbild u. lb. Frau der Verlassenen, dessen Ursprung auf eine 1413 gegründete Bruderschaft „der Eucharistischen Anbetung“ zurückgeht, die sich auch für das christliche Begräbnis unschuldig Hingerichteter und für Schiffbrüchige einsetzte. Kein Zufall dass sich in der Ordenskirche das Grab der Günderin hl. Madre Maria Miguela Desmaisieres befindet.

Burgos / E

Burgos / E war im 10. u. 11. Jh. Hauptstadt von Altkastilien. Die Stadtgründung geht auf das im Jahr 884 erbaute Schloss des Grafen Diego zurück. Unübersehbar erhebt sich die berühmte Kathedrale „de Santa Maria“ (1221). Sie ist eine der eindrucksvollsten gotischen Kirchen, ein Höhepunkt für jeden Besucher. In der Seitenkapelle „del Santissimo Cristo“ wird der leidende Christus durch das berühmte Kruzifix von Burgos verehrt. Unter der Kuppel ruhen die Gebeine des National-Helden „Cid“, Diaz de Vivar, und seiner Gemahlin Jimena.

Annecy / F

Das ehemalige Savoyer-Städtchen liegt am malerischen Lac d’Annecy. Oberhalb des Schlosses, beim schönsten Aussichtspunkt über die Stadt und den See, besuchen wir die Grabeskirche der hl. Franziska v. Chantal (1572-1641) und Franz v. Sales, Bischof v. Genf (1567-1622). Er war geistlicher Schriftsteller und Gründer des weltberühmten Ordens der Heimsuchung. Wer seine Schriften, „Einführung in das Leben aus christl. Glauben“ (auch „Philothea“ genannt) liest, stellt fest, dass sie für unsere heutige moderne Zeit nichts an Aktualität eingebüßt haben.