Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Altötting - München - Salzburg Neuschwanstein - Marktl - St. Radegund - Wies - Chiemsee - Traunstein <br> In der Heimat Papst Benedikts

6 Tage

1. - 6. Oktober 2012

Reiseroute

Altötting - St. Radegund - München

Geistliche Leitung / Begleitung: Pfr. Roland Häfliger, Sr. Iniga Affentranger
zusammen mit Pfarreiwallfahrt Lenzburg

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 870.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 150.00

inkl. Vollpension (1 x Lunch, 1 Essen fakultativ)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Montag, 1. Okt.

Frühzeitige Fahrt ab Lenzburg, über Winterthur, St. Gallen und St. Margrethen. Wir verlassen unsere Heimat und fahren auf der bayerischen Alpenstrasse, vorbei an satten Viehweiden des Allgäu und Südbayern. Mittagslunch aus dem Car. Nachmittags Ankunft in Neuschwanstein, Möglichkeit zum Besuch mit Führung durch das Märchenschloss. Hotelbezug und Abendessen.

Dienstag, 2. Okt.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir die berühmte Wallfahrtskirche zum „gegeisselten Heiland auf der Wies“, hl. Messe. Weiterfahrt über die schöne Ammergaueralm, am Staffel- und Riegsee vorbei nach München. Mittagessen mit einem zünftigen Münchner Bier. Spaziergang durch die Hauptgasse zur „Patrona Bavariae“ auf dem Marienplatz, Besuch des Domes sowie der Bürgersaalkirche mit der Ruhestätte des sel. Rupert Mayer, der todesmutig in seinen Predigten den Nationalsozialismus bekämpfte. Weiter östlich erreichen wir am Abend Altötting. Hotelbezug für zwei Nächte nahe am Kapellplatz.

Mittwoch, 3. Okt.

Ganzer Tag Aufenthalt in Altötting mit hl. Messe in der Gnadenkapelle, Besuch im St. Konrads-Kloster, Führung auf dem Kapellplatz, durch die Stifts- und Jesuitenkirche usw.

Donnerstag, 4. Okt.

Fahrt nach Marktl am Inn, Heimatdorf des Hl. Vaters Benedikt XVI. Besuch des Geburtshauses und der Taufkirche. Nach kurzer Fahrt der Salzach entlang, am befestigten Burghausen vorbei nach St. Radegund. Besuch der Grab-Gedenkstätte mit dem Wohnhaus und Museum des sel. Franz Jägerstätters, „Märtyrer des Gewissens“ und „Zeuge der Seligpreisungen der Bergpredigt“. Fahrt durchs traumland Benedikts XVI. Im malerischen Burgstädtchen Tittmoning lebte die Familie Ratzinger drei Jahre lang. Weiterfahrt nach Oberndorf, kurzer Besuch in der Stille-Nacht-Kapelle. Abends Ankunft in der Nähe von Salzburg. Hotelbezug für zwei Nächte.

Freitag, 5. Okt.

Stadtrundfahrt und Führung durch die Mozartstadt Salzburg. Besuch des Domes. Mittagessen fakultativ. Auf Wunsch Nachmittags Ausflug an den Chiemsee, kurze Schifffahrt zur Frauen- und Herreninsel oder Ausflug nach Hallein, Besuch und Führung durch das Salzbergwerk-Museum.

Samstag, 6. Okt.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Städtchen Traunstein, wo Papst Benedikt XVI. während seiner Jugendjahre wohnte sowie das Gymnasium besuchte und 1951 die Preisterweihe empfing. Hl. Messe. Anschl. Heimfahrt über Innsbruck, das Tirol und Bregenz in unsere Heimat zurück.

Preis exkl. Eintritte

Änderungen vorbehalten.


Informationen zu den Reisezielen

Altötting / D

Es zählt zu den bedeutendsten Fusspilgerorten Deutschlands. Die Gnadenkapelle, welche sich mitten auf dem Kapellplatz befindet, ist der älteste Kirchenbau des Landes mit der schwarzen Muttergottes. Nach einer alten Tradition werden beim Betrachten der schmerzhaften Rosenkranzgeheimnisse Kreuze um die Kapelle getragen, bevor die Pilger das Heiligtum betreten. Besonders eindrucksvoll sind auch die unzähligen, teils gotischen Mirakeltafeln, die einen grossen Teil der Kapellenmauer bedecken. Eine alte Chronik von 1489 berichtet, dass ein ertrunkenes, lebloses Kind aufgrund des Vertrauens seiner Mutter zur Jungfrau Maria wieder lebendig wurde. Die Pilger können nicht nur die Gnadenkapelle, sondern auch die anderen zahlreichen Kirchen besuchen. Am Kirchenplatz befinden sich die Stiftskirche mit dem "senseschwingenden Tod" von Eding, die Tillygruft, die Schatzkammer mit dem goldenen Rössl, die St. Magdalenakirche, ehem. Jesuiten-, heute Kapuzinerkirche. In der Konradskirche mit dem St. Annakloster befindet sich das Grab des hl. Pförtners Konrad von Parzham, der im Jahr 1894 starb. Er hat durch sein heiligmässiges Leben, seine Ehrfurcht und seine Liebe, ganz wesentlich zum Aufschwung und zum Gelingen der Wallfahrten nach Altötting beigetragen.

St. Radegund / D

Der gläubige Christ und Bauer Franz Jägerstätter aus Österreich hatte sich im Zweiten Weltkrieg trotz starken Drucks von Außen standhaft geweigert, in der deutschen Wehrmacht zu einer Waffe zu greifen und war dafür 1943 im Alter von 36 Jahren hingerichtet worden. Unter den 5000 Gästen des Gottesdienstes im Linzer Mariendom waren auch die 94-jährige Witwe des Seligen, Franziska Jägerstätter, und seine vier Töchter. „Er hat sein Leben hingegeben in hochherziger Selbstverleugnung, mit aufrichtigem Gewissen in Treue zum Evangelium und für die Würde der menschlichen Person“, sagte der Gesandte von Papst Benedikt XVI., Kardinal José Saravia Martins, der die Seligsprechung vornahm. Die Witwe Jägerstätters begleitete bei der Feier den Reliquienschrein ihres toten Mannes mit dem Dokument, in welchem er seinen Traum, in dem er vor den Grausamkeiten der Nazis gewarnt wurde, niedergeschrieben hatte. Der sel. Franz Jägerstätter wurde am 20. Mai 1907 in St. Radegund beim Grenzort Braunau, der Geburtsstadt Adolf Hitlers, geboren. Er heiratete die ebenfalls tief gläubige Franziska und übernahm den Hof seines Stiefvaters. 1940 wurde er zum Grundwehrdienst eingezogen und erfuhr von den Grausamkeiten des Nationalsozialismus. Daraufhin verweigerte er jede neue Einberufung und erklärte sich nur zum Sanitätsdienst bereit. 1943 wurde er verhaftet und in Berlin wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Vor Gericht soll er gesagt haben, dass es Dinge gebe, wo man Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen.

München / D

In der Bürgersaalkirche befindet sich das Grab des sel. Jesuitenpaters Rupert Mayer. Er wurde am 23.01.1876 in Stuttgart geboren. Im ersten Weltkrieg war er Feldseelsorger und verlor bei einem Angriff das linke Bein. Nach dem 1. Weltkrieg widmete er sich ganz der Männerseelsorge. Unerschrocken trat er bei seinen Predigten gegen den Nationalsozialismus und Antisemitismus auf. Dafür wurde er nach der Machtübernahme Hitlers immer wieder festgenommen und aufs schärfste verhört, dann in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Gesundheitlich völlig zerstört wies man ihn dort in die Abtei Ettal, wo er 4 Jahre gezwungen war, unter Hausarrest und absolut von der Aussenwelt abgeschnitten zu leben. Pater Rupert Mayer starb an Allerheiligen 1945 während seiner Predigt stehend, nachdem er dreimal seine letzten Worte „der Herr...„ wiederholte: Die Gläubigen mussten den Priester (mit der Beinprotese) aufrecht stehend wegtragen. Man sagt: „Pater Rupert Mayer ist in seinem Leben nie umgefallen, nicht einmal beim sterben!“