Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Normandie – Südengland - Irland - Schottland - Reims - Amiens - Brighton - Exeter - St. Michael‘s Mount - Knock - Cliffs of Moher - Rock of Cashel - Lough Derg - Armagh - Belfast – Edinburgh

11 Tage

30. Juni - 10. Juli 2012

Reiseroute

Reims - Amiens - Brighton - Crediton - Exeter - St. Michael's Mount - Rock of Cashel - Knock - Belfast - Glasgow - Edinburgh

Geistliche Leitung / Begleitung: Pfr. Theodor Zimmermann

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 1'850.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 285.00

inkl. Vollpension (2 x Lunch, 3 Essen fakultativ)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Samstag, 30. Juni

Fahrt über Basel, durch das Elsass und Strassburg nach Hagenau, hl. Messe in der Klosterkirche Marienthal. Die Autobahn führt uns über Metz und Verdun (Kurzbesuch beim Kriegsdenkmal 1914-1918), nach Reims. Hotelbezug und Nachtessen.

Sonntag. 1. Juli

Besuch der zwischen 1211 und 1516 erbauten Kathedrale Notre Dame, wo das Ideal des Himmlischen Jerusalem dargestellt ist, sie gehört zu den schönsten Zeugnissen der Gotik. Mittagessen. Weiterfahrt in die Normandie nach Amiens. Besuch von „Notre Dame“, der grössten Kathedrale Frankreichs, wo ein/das Haupt Johannes des Täufers auf einem Teller-Reliquiar verwahrt wird. Nach der Legende brachte der Domherr aus Picquigny Wallon de Sarton 1204 das Haupt aus dem 4. Kreuzzug von Konstantinopel mit und übergab es dem Bischof Richard de Gerberoy von Amiens. Fahrt zum Hafen Dieppe, Einschiffen und Überfahrt nach Newhaven bei Brighton. Hotelübernachtung.

Montag, 2. Juli

Spaziergang zur berühmten im Zuckerbäckerstil erbauten Palace Pier (Seebrücke), mit vielen Restaurants, Spielhallen, Karussells und Verkaufständen. Fahrt der romantischen Kreidefelsenküste entlang. Vor der Bucht von Southampton liegt die grosse Garteninsel „Ile of Wight“, ehem. Sommerresidenz von Königin Victoria und Prinz Albert.

Fakultativer Mittagsaufenthalt am historischen Hafen von Portsmouth. Hier liegt u.v.a. das berühmte Schiff, die HMS Victory, mit welchem Admiral Nelson bei Trafalgar Napoleon besiegte. Im Westteil von Southampton, im damaligen Benediktinerkloster Nursling, verbrachte der hl. Bonifatius (Winfried) seine Schulzeit und wurde dort Lehrer und Abt. Seit dem 14. Jh. steht hier die kleine Kirche St. Bonifatius.

Weiterfahrt durch das Naturschutzgebiet New Forest mit Wildpferden und vielen alten Häusern mit Strohdächern. Von weitem sehen wir den höchsten Kirchturm Englands. Besuch der kaum zu übertreffenden frühgotischen Kathedrale von Salisbury. In ihrer Bibliothek ist ein Exemplar der berühmten ‚Magna Charta’.

Eine kurze Fahrt führt uns von hier mitten in die Steinzeit - Stonehenge ist der bedeutendste prähistorische Steinkreis der Welt, 2500 v. Chr. (Weltkulturerbe). Weiter südwestlich erreichen wir Crediton, die Geburtsstadt des hl. Bonifatius. Hier gab es schon im 8. Jh. ein angelsächsisches Kloster und bis zur Reformation eine Kathedrale. 1969 konnte dank der Hilfe deutscher Bistümer die Kirche St. Bonifatius gebaut werden. Der Grundstein und eine Reliquie des hl. Bonifatius sind ein Geschenk des Bischofs von Fulda. Nach der hl. Messe kurze Fahrt in die Nähe von Exeter, Hotelbezug.

Dienstag, 3. Juli

Exeter wurde schon durch die Römer befestigt. Es entstand das Benediktinerkloster, in dem Winfried (Bonifatius) ab dem 7. Lebensjahr aufwuchs und erzogen wurde. Wir sehen Teile der alten Stadtmauer, Gebäude aus normannischer Zeit usw. Die Kathedrale St. Peter, der helle Sandsteinbau, ist das längste (96 m) ununterbrochene gotische Gewölbe der Welt.

Weiterfahrt durch hügelige Landschaft mit bezaubernden Heide- und Hochmoorflächen, die Heimat der berühmten Schriftstellerin Rosamunde Pilcher!

Nun nähern wir uns einem weiteren Höhepunkt unserer Reise, bei Marazion ragt der Inselberg aus dem Meer - St. Michael‘s Mount, ein Klosterbau, der als englisches Gegenstück zum berühmten französischen Mont-St.Michel errichtet wurde. Die gezeitenabhängige Insel kann man nur bei Ebbe zu Fuss erreichen.

Nach dem Mittagessen verlassen wir Cornwall durch Dartmoor, das grösste Naturreservat im Südwesten Englands. Gegen Abend erreichen wir Bath. „Aquae Sulis“ haben die Römer die Stadt mit der einzigen heißen Quelle Englands genannt. Die römischen Bäder, die Bath Abbey und der Royal Crescent, ein steinerner Halbmond aus dreißig Häusern mit über einhundert ionischen Säulen, sind ein architektonischer Höhepunkt.

Wir gelangen nach Bristol, Cardiff und zum Hafen von Pembroke. Um Mitternacht Einschiffen und Bezug der Liegekabinen zur nächtlichen Überfahrt nach Südirland.

Mittwoch, 4. Juli

Frühmorgens legt das Schiff im Hafen von Rosslare an. Fahrt zum Rock of Cashel, der seit 370 n. Chr. der Sitz des Königs von Munster war. Dem hl. Patrick gelang es, den König zum christlichen Glauben zu bekehren, worauf die Burg zum Bischofssitz wurde. Hier erklärte er ihm anhand eines dreiblättrigen Kleeblattes die Dreifaltigkeit, das Nationalsymbol der Iren.

Herrliche Fahrt über Limerick zu den berühmten „Cliffs of Moher“, vom O‘Brians Tower aus können wir die höchste Steilküste Europas bewundern. Mittagessen fakultativ. Nachmittags entspannende Fahrt in den County Mayo, wo grasende Schafherden, weite Hochmoorflächen und einsame Heidelandschaften das Landschaftsbild prägen. Ankunft in Knock, dem bedeutendsten Marien-wallfahrtsort der englischsprachigen Welt. Hotelübernachtung.

Donnerstag, 5. Juli

Hl. Messe, Besuch und Führung am Gnadenort, den auch der sel. Papst Joh. Paul II am 30. Sept. 1979 besuchte und der Basilika eine goldene Rose schenkte. Nachmittags Hotelbezug an der einzigartigen Donegal Bucht.

Freitag, 6. Juli

Fahrt zum Lough Derg, mit seiner weltbekannten felsigen Insel. Im Jahre 441 hat hier der hl. Patrick nach der Legende 40 Tage lang gebetet und gefastet. Auch heute fasten die Gläubigen drei Tage und Nächte bei Tee und Toast und halten in der historischen Inselkirche Nachtwache. Hl. Messe, anschl. Schiffrundfahrt.

Nachmittags Fahrt in die nordirische Stadt Armagh. Der heilige Patrick ernannte um 445 die ebenfalls auf 7 Hügeln liegende Stadt zum „irischen Rom“ und errichtete eine Kirche. Heute steht an der Stelle die anglikanische St. Patrick´s Kathedrale mit einem Hochkreuz und birgt das Grab von König Brian Boru, der die Wikinger besiegte. Auf dem Nachbarhügel befindet sich die kath. Bischofskirche. Weiterfahrt nach Belfast, Hotelbezug für 2 Nächte.

Samstag, 7. Juli

Geführte Stadtrundfahrt durch Belfast. Wir sehen die prächtige City Hall, das Grand Opera House, die Queen‘s University, das Parlamentsgebäude Stormont, sowie die Schiffswerft Harland & Wolff, wo die „Titanic“ gebaut wurde. Mittagessen im ältesten Pup Nordirlands. Nachmittags Besuch des Saint Patrick Centre in Downpatrick, wo sich die älteste Kirche Irlands (Saul-Kirche) befindet und das Grab des Heiligen vermutet wird.

Sonntag, 8. Juli

Wir überqueren den Nordkanal zu Schottland und befahren die herrliche Westküste. Nachmittags Ankunft in Glasgow. Stadtrundfahrt mit anschliessendem Besuch der Glasgow Cathedral of St. Mungo, Glasgows ältestes Gebäude mit der Krypta des hl. Kentigern. Abends Ankunft in Edinburgh, Hotelbezug.

Montag, 9. Juli

Panorama-Stadtrundfahrt durch Edinburgh, das „Athen des Nordens“ und kultureller Mittelpunkt Schottlands. Das gewaltige Edinburgh Castle, das über der Stadt auf einem Felsen thront und der imposante Palace of Holyrood House, die schottische Residenz der britischen Königsfamilie, sowie die St. Gilles Kathedrale und die historische Stadtkirche gehören zu den bedeutendsten historischen Schauplätzen Schottlands. Mittagessen fakultativ. Nachmittags überqueren wir die Thumberland-Grenzberge und den „Hadrians-Wall“ bei Newcastle. Einschiffung in die moderne Schnellfähre, nächtliche Überfahrt nach Amsterdam.

Dienstag, 10. Juli

Fakultatives Frühstück an Bord. Ankunft in Amsterdam ca. 09:30 Uhr, direkte Heimreise über Luxemburg, Metz, Strassburg und Basel.

Pauschalpreis exkl. Zuschlag Einzelkabine auf Fähre Fr. 115.-


Informationen zu den Reisezielen

Irland

Irische Hochkreuze: Zwischen verfallenen Kirchlein und von Gras überwucherten Gräbern ragen sie auf; an uraltheiligen Stätten, wo die Dörfer ringsum noch immer ihre Toten betten, halten sie Wache; machtvolle Zeichen: Seht das Kreuz! Weichet ihr Mächte der Hölle! Zeichen vom Siege des Lichtes über Finsternis und Todesschatten. Die irischen Hochkreuze zeigen die Lebenssonne um das Todeskreuz und weisen so auf das Grundgeheimnis christlichen Glaubens hin. Mitten in jeder heiligen Messe singt oder spricht die Gemeinde ihre Zustimmung dazu aus: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Deshalb sind der Chor der Kirche und das Kreuz geostet, das heisst, sie schauen nach Osten, wo die Sonne aufgeht und von woher CHRISTUS als „Die wahre Sonne“ von den Seinen erwartet wird. Als Dankeszeichen erinnert das irische Kreuz an die heiligen Blutzeugen Kilian, Totnan und Kolonat und an viele andere Glaubensboten von der grünen Insel, die das Evangelium seit dem 7. Jahrhundert auf das europäische Festland gebracht und hier ohne Gewalt und Blutvergiessen durch ihr Lebenszeugnis verbreitet haben. Sie bauten mit am geistigen Fundament, auf dem Europa sich einigen und erneuern kann. Von den irischen Mönchen, die im deutschen Sprachraum wirkten, werden über hundert als Heilige verehrt! Unter ihnen sind besonders zu nennen: der hl. Fridolin, der Apostel der Alemannen (+ 530); der hl. Kolumban der Jüngere, ein wegweisender Regelvater des abendländischen Mönchtums, der zuerst in Burgund, dann am Oberrhein und in der Schweiz missionierte und 615 in dem von ihm gegründeten Kloster Bobbio in Oberitalien starb. Auf seinen Schüler Gallus geht das Kloster St. Gallen zurück. Der hl. Kilian, der Apostel der Franken, erlitt mit seinen Gefährten Kolonat und Totnan 689 in Würzburg das Martyrium. Trotz der Randlage Irlands entfalten die Klöster eine weit reichende Missionstätigkeit. In die Schulen der großen Klöster von Clonmacnoise, Armagh, Aran, Bangor, Clonfert, KeIls, Glendalough, strömten Tausende von Scholaren, die unentgeltlich aufgenommen und in allen Wissenszweigen der damaligen Zeit ausgebildet wurden: in der Theologie und Philosophie, in Latein und Griechisch, in Mathematik, Geographie und Astronomie; aber auch - in Anknüpfung an die Tradition der heidnischen Druidenschulen - in der gälischen Literatur und Geschichte. Die Iren waren die geistig führende Nation in Westeuropa geworden durch die Wirren der Völkerwanderung. Es ist das große Verdienst der alten irischen Kirche, ihre Schätze des Glaubens, der Wissenschaft und der Kunst an andere Länder weitergegeben zu haben. Ptolemäus erwähnt Dublin zuerst als "wichtige Niederlassung", die er Eblana nannte. Im Jahr 448 besuchte der hl. Patrick den Ort und bekehrte viele seiner Bewohner zum Christentum. Im 8./9. Jh. bauten dänische Wikinger den Hafen aus. Sie residierten hier bis zum Jahre 1014, als es den Iren gelang, sie in der Schlacht bei Clontarf zu besiegen. 1169 fielen die Normannen ein und machten Dublin zu ihrer Zwingburg. König Henry II. von England hielt hier Hof und schenkte Dublin den Bürgern von Bristol als Kolonie. In der elisabethanischen Zeit begannen zahlreiche Volkserhebungen gegen die englische Herrschaft. Die Stadt kämpfte mit den Royalisten gegen Oliver Cromwell und unterstützte später James II. gegen Wilhelm von Oranien. Im 18. Jahrhundert erlebte Dublin seine Glanzzeit. Das Bürgertum pflegte die Architektur und die Künste. Es entstanden die breiten Alleen mit ihren georgianischen Häusern und öffentlichen Gebäuden und die malerischen Villenwohnviertel mit winzigen grünen Parkanlagen, die heute noch das Bild der Hauptstadt prägen. Im 19. Jh. wurde die "Irische Liga" gegründet, die den Anstoß zum Aufstand von 1916 gab. Am 21. Januar 1919 wurde im Parlament die Unabhängigkeit beschlossen, die den anglo-irischen Krieg auslöste. Danach war Dublin Mittelpunkt des irischen Bürgerkriegs. Heute zählt Dublin zu den schönsten Städten Westeuropas. Überall in der Stadt spürt man die frische Salzluft des nahen Meeres. Von der Innenstadt sind es nur wenige Fahrminuten zu den feinen Sandstränden und zu den beliebten Ausflugszielen in den Bergen von Wicklow.

Knock / IRL

Knock ist der grösste Marien-Wallfahrtsort Irlands, jedes Jahr pilgern Hunderttausende hierher. Die Muttergottes von Knock ist die „Königin von Irland“ und die Verbündete der Leidenden, das Heiligtum ein Ort der Eucharistie und Versöhnung. Am Donnerstag, den 21. Aug. 1879, an einem stark regnerischen Abend, erschien einer Gruppe von 22 Personen ausserhalb der Pfarrkirche von Klopfen (Knock) die hl. Jungfrau Maria, der hl. Josef und der hl. Apostel Johannes (Evangelist) mit einem Lamm. Die Erscheinung dauerte ca. 2 Std. lang, während der Erscheinung beteten die Seher ununterbrochen den Rosenkranz, dabei wurden sie nicht vom Regen durchnässt, sondern blieben vollkommen trocken. In der grossen Wallfahrtsanlage befinden sich eine Skulptur der Erscheinungsgruppe, die ein italienischer Künstler aus Carraramarmor fertigte, Kreuzwege, eine Beichtkapelle, ein Wallfahrtsmuseum und Pilgerunterkünfte. Zur Jahrhundertfeier 1979 besuchte Papst Johannes Paul II. Knock und erhob die Wallfahrtskirche zur Basilika und übergab die „Goldene Rose“.