Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

S. G. Rotondo (hl. P. Pio) - Cascia - Assisi - Loreto - Monte Sant‘Angelo - Ortona (hl. Thomas)

7 Tage

11. - 17. Oktober 2009

Reiseroute

Loreto - Ortona - S.G. Rotondo (hl. P. Pio) - Monte S. Angelo - Cascia (hl. Rita) - Assisi

Geistliche Leitung / Begleitung: P. Hieronymus Krapf

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 935.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 195.00

inkl. Vollpension (1 x Lunch, 1 Essen fakultativ)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Sonntag, 11. Okt.

Fahrt durch den Gotthard ins Tessin. Mittagslunch aus dem Car. Über Mailand, die Po-Ebene und Bologna gelangen wir an die schöne Adriaküste. Am Abend Ankunft in Loreto. Nachtessen und Übernachtung.

Montag, 12. Okt.

Hl. Messe im Haus der Heiligen Familie. Südlich von Pescara im Fischerstädtchen Ortona, Besuch des Domes, wo die Gebeine des hl. Apostels Thomas ruhen. Nachmittags Weiterreise durch vegetationsreiche Landschaft der Zypressen und Olivenbäume. Abends Ankunft in San Giovanni Rotondo. Dreimalige Übernachtung im Pilgerhotel.

Dienstag, 13. Okt.

Aufenthalt am Gnadenort. Besuch des Kapuzinerklosters mit der Grabeskrypta, wo die Reliquien des hl. Pater Pio in einem kostbaren Kristallschrein ruhen. Hier wird der Heilige von den Gläubigen besonders als mächtiger Fürbitter verehrt und angerufen. Museums-Rundgang, Kreuzweg usw.

Mittwoch, 14. Okt.

Vormittags Aufenthalt mit Gebet und Betrachtung am Gnadenort. Nachmittags fak. Ausflug nach Monte S. Angelo zur imposanten Felsenhöhle des hl. Erzengels Michael.

Donnerstag, 15. Okt.

Auf unserer Rückfahrt gelangen wir von der schönen Adriaküste durch das Tal der Tronto ins Landesinnere. Nach interessanter Passfahrt über ein Teilgebirge der Abruzzen erreichen wir am Mittag Cascia. Besuch des Augustinerinnen-Klosters, wo die hl. Rita als Ordensfrau gelebt und gewirkt hat.

Freitag, 16. Okt.

Vormittags verlassen wir die Berge und kommen nach Assisi. Wir begeben uns ins alte Städtchen; Besuch der Grabeskirchen der hl. Franziskus und Klara. Mittagessen fakultativ.

Samstag, 17. Okt.

Nach der hl. Messe in Portiunkula, frühzeitige Heimfahrt über Bologna, Mailand und das Tessin, zu unseren Ausgangsorten zurück.


Informationen zu den Reisezielen

San Giovanni Rotondo / I

Am 25. Mai 1887 wurde der hl. Pater Pio in Pietrelcina, in Süditalien, als Sohn eines Kleinbauern geboren. Er bekam den Taufnamen Francesco. Er war gern allein, betete eifrig und übte sich auch im Opfer bringen. Mit fünfzehn Jahren trat Francesco Forgione in das Noviziat der Kapuziner in Morcone ein. Sein Klostername Pio, d. h. der Fromme, entsprach seinem Wesen und Leben. Bruder Pio hatte eine schwache Gesundheit. Trotzdem brachte er grosse Opfer als treuer Jünger seines gekreuzigten Meisters. Am 10. Aug. 1910 wurde er zum Priester geweiht. Wegen seiner schwachen Gesundheit bekam P. Pio öfters Heimaturlaub. Auf dem väterlichen Anwesen wurde er zuerst unsichtbar stigmatisiert, am 20. Sept. 1918 wurden ihm in S. Giov. Rotondo die Wundmale des Herrn sichtbar eingeprägt. P. Pio wurde somit der erste stigmatisierte Priester der katholischen Kirche. Im Jahre 1940 gründete er ein Spital „Casa Sollievo della Sofferenza“, Haus zur Linderung der Leiden. Fünfzig Jahre lang lebte er für seine Aufgabe als Priester in heroischer Weise, insbesondere führte er durch das Sakrament der Versöhnung viele tausend Menschen zu Gott zurück und vielen Personen erwies er Wohltaten mit der Hilfe des Gebetes. P. Pio starb am 23. Sept.1968 im Alter von 81 Jahren. Er wurde am 2. Mai 1999 selig- und am 16. Juni 2002 heiliggesprochen. Noch heute gibt es in vielen Ländern P. Pio - Gebetsgruppen. Wir besuchen das Kapuzinerkloster mit der Grabes-Krypta des Heiligen. Auf dem Rundgang durch das Museum erhalten wir Einblick in sein Leben, das auf eindrückliche Weise dokumentiert ist. Wir sehen die Zelle, in welcher Pater Pio starb.

Cascia / I

In der Kirche befindet sich der unverweste Körper der hl. Rita. In der Krypta sind die Spuren eines sehr eindrücklichen eucharistischen Wunders zu sehen. Daneben ist der Steinsarg, in dem die sterblichen Überreste des sel. Simone Fidati ruhen, welcher die eucharistische Reliquie an sich nahm und im Jahre 1348 starb. Besuch des Augustinerinnenklosters, in dem die hl. Rita 40 Jahre lang lebte und wirkte und mit der Dornenstigma an der Stirne starb. Evtl. besuchen wir nicht weit von Cascia das abgelegene Dorf Roccaporena. Hier hat die hl. Rita mit ihrem Ehemann und ihren zwei Söhnen gelebt und gelitten. Wir können die Taufkirche und ihr Haus mit dem Rosengarten sehen und den Scoglio-Felsen hinaufsteigen, auf dem sie oft gebetet hat.

Assisi / I

Das alte Städtchen Assisi lädt uns mit seinen schönen Steinhäusern und Gässchen zum Verweilen ein. Möglichkeit zum Besuch des kleinen Klosters S. Damiano, wo der hl. Franziskus den Ruf des Herrn vom Kreuz vernahm und später, während seiner kranken Tage den Sonnengesang schrieb. Besuch der Kirche St. Chiara und der Basilika San Francesco mit dem Grab der Heiligen. Ausserhalb der alten Stadt Assisi, auf der Ebene, steht die Basilika S. Maria degli Angeli mit der Portiunkulakapelle. Die Stelle der Kapelle war der "kleine Fleck", der dem hl. Franziskus für seine "Brüder" vom damaligen Ortsbischof geschenkt wurde. Franziskus stellte die uralte Kapelle wieder her. Hier gründete er den Orden der Minderbrüder, und hier erhielt er in einer Vision vom Herrn selbst den Portiunkula-Ablass, den alle Gläubigen gewinnen können.

Loreto / I

Loreto ist einer der berühmtesten Wallfahrtsorte Italiens. In der Mitte der riesengrossen, mit Kunstwerken namhafter Künstler reich ausgestatteten Basilika, befindet sich das Haus der Heiligen Familie. Es wurde der Legende nach vor gut 700 Jahren von Engeln oder wie andere Quellen berichten, von frommen Adelsfamilien namens "degli Angeli" im Jahre 1291 zuerst von Palästina nach Trsat bei Rijeka (Kroatien) und dann, im Jahre 1294, von Trsat nach Italien gebracht. Das sog. "Loreto Oel", das die Ewig-Licht Lampen in der Casa Santa speist, hat schon vielen Heilung gebracht. Es ist rechts beim Aufgang zum Heiligen Haus gegen ein freiwilliges Almosen erhältlich.

Monte Sant'Angelo / I

(Höhle des Hl. Erzengels Michael) Um das Jahr 490 entlief einem Adeligen vom Monte Gargano, Elvio Emanuele, der schönste Stier der Herde. Nach tagelangem Suchen fand man ihn auf einem Berg am Eingang einer unzugänglichen Höhle. Um des Stieres habhaft zu werden, beschloss man, einen Pfeil gegen ihn abzuschiessen, doch der Pfeil wandte sich zurück und traf den Schützen. Die Kunde von diesem unerklärlichen Ereignis überbrachte man dem Bischof von Siponto, der darauf eine dreitägige Bet- und Fastenzeit anordnete. Am dritten Tag erschien ihm der Erzengel Michael und sprach: „Ich bin der Erzengel Michael, ich schaue immer in das Angesicht Gottes. Diese Höhle habe ich als mein Heiligtum auserwählt. Ich selbst will ihr Wächter sein. Dort, wo sich der Fels öffnet, sollen die Sünden der Menschen vergeben werden und alles, was hier im Gebet erfleht wird, soll erhört werden."

Ortona / I

In der Krypta der Basilika von Ortona werden Reliquien des hl. Apostels Thomas aufbewahrt. Thomas war Fischer bis zu seiner Berufung als Jünger. Das Johannesevangelium beschreibt die Hingabe, die Thomas für Jesus empfand: als Jesus nach Judäa zurückkehren wollte, wo Juden ihn hatten steinigen wollen, schloss sich ihm Thomas mit den Worten an: "Lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben." (11,5-16). Thomas wird in allen vier Evangelien erwähnt, besonders aber bei Johannes, so auch im Bericht über das Abendmahl (Joh 14,1-7). Mehr bekannt ist Thomas durch seine Zweifel an der Auferstehung Jesus und sein Verlangen, handgreiflich die Auferstehung zu überprüfen: erst nachdem Jesus ihn aufforderte, seine Wundmale zu berühren, glaubte er das Unfassbare und bekannte: "Mein Herr und mein Gott!" Damit erkannte er als erster der Jünger die göttliche Natur Christi (Joh 20, 4-29). Als Ort seines Martyriums beschreiben viele Legenden Kalamina - wohl das heutige Mailapur bei Madras wo er von Ungläubigen mit Lanzen durchstochen wurde. Bei Mailapur gibt es den "großen Thomasberg"; 1547 wurde auf ihm eine Kirche zu Ehren von Thomas errichtet. Dort wird das Thomaskreuz aus dem 7. Jahrhundert verwahrt, dessen „Pehlewi-Inschrift“ von seinem Martyrium erzählt. Mit „Pehlewi“ sind die Parther, oder auch „Thomas-Christen“ gemeint, die bezüglich der Predigt und des Martyriums des Apostels Thomas eine uralte Tradition pflegen. Der größte Teil der Thomas-Reliquien wurde an einem 3. Juli - daher der Gedenktag - im 3. Jh. nach Edessa - das heutige Urfa in der Türkei - übertragen. 1218 kamen Reliquien auf die griechische Insel Chios, dann nach Ortona in den Abruzzen, wo sie bis heute aufbewahrt werden.