Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Aachen - Banneux - Schönstatt - Chèvremont (Internationaler Gebetstag «kleine Seelen»)

4 Tage

29. August - 1. September 2009

Reiseroute

Aachen - Chèvremont - Schönstatt

Geistliche Leitung / Begleitung: Chorherr Paul von Arx
Schönstattpater Josef Barmettler

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 495.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 75.00

inkl. Vollpension

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Samstag, 29. Aug.

Über Basel-Mülhausen, an den Vogesen und der schönen Elsässer Weinstrasse entlang, erreichen wir nördlich von Strassburg das Saarland (Mittagslunch aus dem Car). Ganz nahe der belgischen Grenze gelangen wir in die Römerstadt Aachen, die in der europäischen Geschichte zu den wichtigsten zählt. Heute noch bildet der Dom das absolute Zentrum. Führung durch die Domschatzkammer, die den Karlsschrein und den Marienschrein mit den kostbaren Aachener Reliquien birgt. Anschl. hl. Messe. Zweimalige Übernachtung in konfortablem Pilgerhaus.

Sonntag, 30. Aug.

Nach gut einer Stunde erreichen wir nahe von Lüttich (Belgien) das Zentrum der kleinen Seelen in Chèvremont. Teilnahme am internat. Gottesdienst, Mittagslunch aus dem Car. Ehrerweisung am Grab der Marguerite, sie erhielt die „Botschaften Jesu an die kleinen Seelen.“ Nach den sehr beeindruckenden Feierlichkeiten kurze Fahrt nach Banneux. Besuch und Aufenthalt am Gnadenort. Abends Rückfahrt zum Übernachtungsort.

Montag, 31. Aug.

Nach knapp zweistündiger Fahrt über Köln, am Schiefergebirge vorbei, gelangen wir am Zusammenfluss der Mosel in den Rhein zum Aussichtspunkt der Festung Ehrenbreitstein. Anschl. Mittagessen und Besuch der Gnadenstätte der „dreimal wunderbaren Muttergottes“ von Schönstatt. Hier hat sich P. Jos. Kentenich mit seinen ersten Bündnisgefährten der Muttergottes geweiht. Auf Berg Schönstatt wo P. Josef Kentenich starb, befindet sich auch sein Grabschrein. Übernachtung in einfachem Pilgerhaus.

Dienstag, 1. Sept.

Herrliche Fahrt dem Rhein entlang, vorbei am vielbesungenen Loreley-Felsen und St. Goar, wo das Rheinland am schönsten ist. In Rüdesheim-Eibingen besuchen wir die Grabeskirche der hl. Hildegard v. Bingen. Mittagessen. Durchs schöne Rheinland und über Basel kehren wir in unsere Heimat zurück.


Informationen zu den Reisezielen

Aachen / D

"Kommt, und ihr werdet sehen!" - lautet das Motto der Aachener Heiligtumsfahrt, wo die Reliquien des Marienschreins den Gläubigen zugänglich gemacht und gezeigt werden. Der Aachener Dom, den Karl der Große zwischen 792 und 800 erbauen ließ und damit Aachen zum religiösen Zentrum machte, war die erste Kirche des nördl. Abendlandes, die der Jungfrau Maria geweiht war. Zur Einweihung der 799 vollendeten Kapelle wurde ein Reliquienschatz aus Jerusalem durch den dortigen Patriarchen übersandt. Der kostbare Schatz enthielt das Kleid von Maria, die Windeln Jesu, das Lendentuch Christi und das Enthauptungstuch von Johannes dem Täufer und wird seither von Pilgern aus aller Welt aufgesucht und verehrt. Weiteren Aufschwung erhielt die Wallfahrt nach Aachen durch die Heiligsprechung Karl des Großen durch Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) im Jahre 1165. Seit 1239 wurde die Wallfahrt zu den Heiligtümern des Aachener Doms als "Heiligtumsfahrt" bezeichnet. Bis 1349 fand sie in Abständen von ein bis fünf Jahren statt. Danach wurde ein siebenjähriger Turnus eingeführt. Die Zahl sieben galt in der mittelalterlichen Symbolik als besonders heilig. Ihren Höhepunkt erreichte die Aachener Heiligtumsfahrt im 14. und 15. Jahrhundert. Auch heute noch werden unzählige Menschen ihrem Glauben folgen und die Stadt bevölkern. Zur Aachener Heiligtumsfahrt der Jahrtausendwende hielten sich Tausende Pilger in der Stadt auf – etwa 60.000 Menschen besichtigten den Reliquienschatz im Dom. Die Heiligtumsfahrt ist eine Christuswallfahrt, vor allem durch die Bezugnahme auf das irdische Leben des Herren bei der Betrachtung der Heiligtümer. Sie ist Marienwallfahrt durch das Gnadenbild, das sich bei der Heiligtumsfahrt in unmittelbarer Nähe der Heiligtümer befindet. Das Wort „Kommt, und ihr werdet sehen“ (Joh. 1,39) ist ein Wort der Einladung. Jesus Christus spricht es aus. Auch die Kirche sagt es. Es lädt zunächst ein, die Heiligtümer anzuschauen. Bei dieser Art der Wallfahrt ist das Sehen unersetzbar. Das äußere Sehen muss daher ernst genommen werden. Der Evangelist Johannes meint mit Sehen aber nicht nur die sinnliche, sondern auch die geistige Wahrnehmung. Der Blick muss vom Sichtbaren zum Unsichtbaren geführt werden. Die Reihenfolge der beiden Worte: Kommt, und ihr werdet sehen, ist entscheidend. Zuerst muss jemand kommen, dann kann er erst sehen. Lange zuschauen, prüfen, dann entscheiden, ob man kommt, ist nach biblischer Auffassung nicht möglich. Die Heiligtumsfahrt ist stets auch Marienwallfahrt gewesen. Das Johannes-Evangelium legt im ersten Kapitel das Zeugnis des Täufers über sich selbst und über Jesus vor und führt dann mit dem Hinweis des Täufers von Johannes zu Jesus hin. Lukas erzählt im ersten Kapitel seines Evangeliums die Vorgeschichte der Geburt Jesu und führt so über den Gehorsam Mariens zur Geburt Jesu hin. Maria hat sich auf die Botschaft des Engels hin auf einen Ruf „Komm“ eingelassen, ohne Weg und Ziel zu kennen. So ist sie zum Ort des Sohnes Gottes in der Welt geworden, der Leib, der ihn getragen hat, die Bundeslade des neuen Bundes, der Ort, an dem Gott unter uns wohnt. (Tuchfühlung mit Jesus Christus), Maria und Johannes. Von einem mit dem äußeren Wahrnehmen befriedigten Wallfahrtswunsch zu einem Umgang mit den Heiligtümern im Gebet. Von einer isolierten Schau zu einer Aufnahme in die Feier des Heilswerkes Christi, vor allem in der Eucharistie. Von einer individuellen Wallfahrtsteilnahme zu einer Teilnahme an einer Feier der Kirche, an dem neuen Interesse der letzten Jahre an Wallfahrten, die durchaus mit Anstrengungen verbunden sind, kann die Aachener Heiligtumsfahrt anknüpfen. Die traditionellen Formen des Umganges mit den Heiligtümern und ihrem Schrein werden unangefochten respektiert, allerdings durchaus mit distanziertem folkloristischem Interesse. Die Aachener Heiligtumsfahrt wird begangen in enger Verbindung mit der Heiligtumsfahrt in Kornelimünster, wo drei Herrenreliquien, auch textile Heiligtümer, verehrt werden. Auch zu der in demselben siebenjährigen Rhythmus gefeiert Heiligtumsfahrt in Mönchengladbach, wo das Tischtuch des letzten Abendmahls verehrt wird, gibt es eine Verbindung. Zum Leitwort der Heiligtumsfahrt 2007 Das Leitwort der Heiligtumsfahrt, stets entnommen der Heiligen Schrift oder der Liturgie der Kirche, möchte einen Aspekt des christlichen Lebens herausstellen, der im Jahr der Heiligtumsfahrt besonders hervorgehoben zu werden verdient, herausstellen. Als Leitwort für 2007 wurde bewusst das Wort Jesu gewählt, das zu einer – in der Art des Johannes-Evangeliums – erzählenden Perikope gehört. Einerseits muss deutlich werden, dass es sich um ein Wort Jesu handelt, andererseits gehört die ganze Perikope Jo 1,35-51 als Rahmen zu diesem Wort. In der Übersetzung „Kommt und seht“ wurde das Wort von den Wallfahrtsorten der nordwestdeutschen Bistümer für das Jahr 2006 als Leitwort gewählt. Es knüpft an das Leitwort des Weltjugendtages 2005 an. Das Verb „kommen“ bildet ein Bindeglied zwischen den beiden Jahresthemen. Das Heiligtum des Marienkleides ist eine antike häusliche Webarbeit. Es wurde als Unterkleid genutzt, worauf schon die älteren Bezeichnungen (camisia oder indusium) hinweisen. Es besteht aus naturfarbenem Leinen (in Israel gab es Flachs und Baumwolle nur an der Küste und im Tiefland des Jordan, für den alltäglichen Gebrauch wurden deshalb meist wollene Gewebe genommen) und ist durch gewebte Längs- und Querstreifen quadratisch gemustert. Das aus einem Teil ohne Naht gewebte Kleid weist eine feingestickte Halsborte auf, die mäanderförmig gestaltet ist. Zwei aufrecht geführte Einschnitte an den unteren Seiten des Saumes, Gieren vergleichbar, sind ebenfalls mit einer mäanderförmigen Stickerei versehen, doch in der Form von der Halsborte verschieden. Ein Ärmel des Kleides scheint früher länger gewesen zu sein; der Befund deutet darauf hin, dass vom linken Ärmel etwas abgeschnitten wurde. das Kleid misst in der Höhe 153 cm, der Saumumfang beträgt 246 cm, die Spannung der Ärmel 132 cm. Bei der Zeigung wird es der Länge und Breite nach entfaltet (wogegen die drei anderen Heiligtümer zusammengelegt und mit Schnüren zusammengebunden bleiben.) Das Tuch der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers In der Reihenfolge der Zeigung und Verehrung folgt an dritter Stelle das Tuch der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers. Dieses Heiligtum wird verehrt als Zeichen der Treue bis in den Tod, weil in ihm das Haupt des Vorläufers Johannes nach dessen Hinrichtung unter Herodes Antipas geborgen wurde. Das Tuch ist ein äußerst fein gewobener Damast und hat die Form eines länglichen Vierecks. Die Größe und Feinheit des Gewebes deuten auf einen wohlhabenden Besitzer. Es zeigt große Flecken (Blutspuren) und weist auch größere Löcher auf, da Teile dieses Heiligtums als Reliquien herausgenommen wurden. Zur Zeigung und Verehrung bleibt es zusammengefaltet, einmal in seiner Länge und zweimal in seiner Breite mit einem Seidenband umbunden. Die Windeln Jesu Über die Herkunft und die Entdeckung des Heiligtums der sogenannten Windeln Jesu gibt es erst verhältnismäßig spät erste Hinweise. Aus dem Altertum wird über den Stoff, aus dem die „Windeln“ gefertigt sind, nichts mitgeteilt. Es ist ein dicker und dicht gewalkter Stoff von bräunlicher Farbe, der dadurch eher einem porösen Filz als einem gewebten Textil ähnlich erscheint. Das Heiligtum ist dreifach zusammengefaltet; entfaltet hat es Trapezform, die Oberkante ist in Art eines Halsausschnittes halbrund ausgeschnitten. – In Aachen erzählt eine alte Tradition, dass die „Windeln des Heilandes“ aus der Fußbekleidung des hl. Josef gemacht seien: Die „Botzen des hl. Joseph“ seien zu einer Art an drei Seiten geschlossenen „Muff“ zusammengenäht worden. Ein Zusammenhang dieser Tradition mit einer Notiz des Patriarchen Germanus (13. Jahrhundert), die „Windeln“ seien von Maria selbst gefertigt worden, da Mittel gefehlt hätten, Windeln zu kaufen, ist nicht bekannt. – Auf die Armut Jesu weist die Einladung und Ankündigung der Verehrung dieses Heiligtums hin. Das Lendentuch Christi Das Heiligtum des Lendentuches Christi ist ein grobes Gewebe von weißlicher Farbe, aus einem größeren Gewand grob herausgeschnitten. Ursprünglich war es wohl ein einem Hemd ähnliches Gewand, vielleicht eine Tunika. Darauf weisen zwei deutlich erkennbare Einsätze (einer noch vollständig erhalten) hin. Erhalten ist ein unregelmäßiges, oben stumpf abgerundetes Dreieck (Maße: untere Breite: 151 cm, Höhe 127,5 cm, obere Breite 123 cm). Es wird mit einem Seidenband kreuzweise zusammengehalten umbunden, bei der Zeigung und Verehrung wird es nicht auseinandergefaltet. Die Frage, ob der Gekreuzigte am Kreuz ein Lendentuch getragen habe, ist immer wieder von Theologen diskutiert worden. Die Leidensgeschichte erwähnt diesbezüglich nichts, berichtet aber, dass die Soldaten die Kleider des Herrn unter sich geteilt und um den Rock gelost hätten; andererseits geboten es sowohl die römische wie auch die jüdische Sitte, dem Verurteilten ein Lendentuch zu lassen. Quelle: A. Peters, Die Betefahrt nach Aachen

Chèvremont / B

Der Ort wurde bekannt durch die Bücher „Botschaften von Jesus an die kleinen Seelen." Internationales Gebetstreffen mit eindrücklichen Hochamt, zelebriert von einem Bischof. Anbetung des Allerheiligsten, Ansprachen für deutschsprechende Pilger, Rosenkranzgebet und Prozession. Die Seherin Marguerite ist im Jahr 2004 verstorben.

Schönstatt / D

Wir besuchen die Kapelle, Urheiligtum genannt, der Schönstatt-Bewegung, die Pater Joseph Kentenich gegründet hat. Hier sind auch 2 Bündnisgefährten des Gründers begraben, die während der Nazi-Herrschaft von der Gestapo hingerichtet wurden. P. Kentenich: 1885 geboren, 1910 zum Priester geweiht, 1941 - 45 Gefangener der Gestapo in Koblenz und Dachau, 1948-51 mehrere Weltreisen, während der kirchlichen Prüfung Schönstatts Deutschenseelsorger in Milwaukee (USA) 1952 - 65. Auch deshalb wurden die Schönstätter-Marienschwestern, die schon seit 1949 in Amerika waren noch bekannter, und die ganze Schönstatt-Bewegung gut vertreten. 1968 starb P. Joseph Kentenich im Rufe der Heiligkeit.