Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

St. Radegund - Altötting - München - Marktl am Inn

4 Tage

29. September - 2. Oktober 2008

Reiseroute

Wigratzbad - Altötting - Marktl am Inn - St. Radegund - Passau - München

Geistliche Leitung / Begleitung:

Preise

Fahrpreis inkl. Eintritt Passionsspiel und Mittagessen

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Montag, 29. Sept.

Fahrt nach Wigratzbad, hl. Messe und Mittagessen. Am späteren Nachmittag Ankunft in Altötting. Dreimalige Hotelübernachtung direkt am Kapellplatz.

Dienstag, 30. Sept.

Aufenthalt in Altötting mit hl. Messe in der Gnadenkapelle. Nachmittagsausflug nach Marktl am Inn, Heimatdorf des Hl. Vaters Benedikt XVI. Besuch des Geburtshauses und der Kirche. Nach kurzer Fahrt der Salzach entlang, kommen wir am befestigten Burghausen vorbei nach St. Radegund. Besuch der Grab-Gedenkstätte mit dem Wohnhaus und Museum des sel. Franz Jägerstätters, „Märtyrer des Gewissens“ und „Zeuge der Seligpreisungen der Bergpredigt“. Rückfahrt nach Altötting.

Mittwoch, 1. Okt.

Vormittags Aufenthalt am Gnadenort. Nachmittagsausflug zur, an der Donau-Inn Mündung gelegenen, über zweitausendjährigen „Schwimmenden Stadt“ Passau. Eine der schönsten Festungskomplexe Deutschlands ist die Trutzburg, die seit 1219 als Residenz der Fürstbischöfe errichtet wurde, mit dem Dom (St. Stefan). Im Glasmuseum wird die einzigartige Sammlung von über 30’000 Gläsern des weltberühmten „Böhmischen Glases“ gezeigt. Rückfahrt nach Altötting.

Donnerstag, 2. Okt.

Direkte Fahrt nach München. Besuch der Bürgersaalkirche mit dem Grab des sel. Rupert Mayer, der in seinen Predigten den Nationalsozialismus mit Todesverachtung bekämpfte. Spaziergang zur „Patrona Bavariae“ auf dem Marienplatz. Mittagessen und Heimfahrt.


Informationen zu den Reisezielen

St. Radegund / D

Der gläubige Christ und Bauer Franz Jägerstätter aus Österreich hatte sich im Zweiten Weltkrieg trotz starken Drucks von Außen standhaft geweigert, in der deutschen Wehrmacht zu einer Waffe zu greifen und war dafür 1943 im Alter von 36 Jahren hingerichtet worden. Unter den 5000 Gästen des Gottesdienstes im Linzer Mariendom waren auch die 94-jährige Witwe des Seligen, Franziska Jägerstätter, und seine vier Töchter. „Er hat sein Leben hingegeben in hochherziger Selbstverleugnung, mit aufrichtigem Gewissen in Treue zum Evangelium und für die Würde der menschlichen Person“, sagte der Gesandte von Papst Benedikt XVI., Kardinal José Saravia Martins, der die Seligsprechung vornahm. Die Witwe Jägerstätters begleitete bei der Feier den Reliquienschrein ihres toten Mannes mit dem Dokument, in welchem er seinen Traum, in dem er vor den Grausamkeiten der Nazis gewarnt wurde, niedergeschrieben hatte. Der sel. Franz Jägerstätter wurde am 20. Mai 1907 in St. Radegund beim Grenzort Braunau, der Geburtsstadt Adolf Hitlers, geboren. Er heiratete die ebenfalls tief gläubige Franziska und übernahm den Hof seines Stiefvaters. 1940 wurde er zum Grundwehrdienst eingezogen und erfuhr von den Grausamkeiten des Nationalsozialismus. Daraufhin verweigerte er jede neue Einberufung und erklärte sich nur zum Sanitätsdienst bereit. 1943 wurde er verhaftet und in Berlin wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Vor Gericht soll er gesagt haben, dass es Dinge gebe, wo man Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen.

Altötting / D

Es zählt zu den bedeutendsten Fusspilgerorten Deutschlands. Die Gnadenkapelle, welche sich mitten auf dem Kapellplatz befindet, ist der älteste Kirchenbau des Landes mit der schwarzen Muttergottes. Nach einer alten Tradition werden beim Betrachten der schmerzhaften Rosenkranzgeheimnisse Kreuze um die Kapelle getragen, bevor die Pilger das Heiligtum betreten. Besonders eindrucksvoll sind auch die unzähligen, teils gotischen Mirakeltafeln, die einen grossen Teil der Kapellenmauer bedecken. Eine alte Chronik von 1489 berichtet, dass ein ertrunkenes, lebloses Kind aufgrund des Vertrauens seiner Mutter zur Jungfrau Maria wieder lebendig wurde. Die Pilger können nicht nur die Gnadenkapelle, sondern auch die anderen zahlreichen Kirchen besuchen. Am Kirchenplatz befinden sich die Stiftskirche mit dem "senseschwingenden Tod" von Eding, die Tillygruft, die Schatzkammer mit dem goldenen Rössl, die St. Magdalenakirche, ehem. Jesuiten-, heute Kapuzinerkirche. In der Konradskirche mit dem St. Annakloster befindet sich das Grab des hl. Pförtners Konrad von Parzham, der im Jahr 1894 starb. Er hat durch sein heiligmässiges Leben, seine Ehrfurcht und seine Liebe, ganz wesentlich zum Aufschwung und zum Gelingen der Wallfahrten nach Altötting beigetragen.

München / D

In der Bürgersaalkirche befindet sich das Grab des sel. Jesuitenpaters Rupert Mayer. Er wurde am 23.01.1876 in Stuttgart geboren. Im ersten Weltkrieg war er Feldseelsorger und verlor bei einem Angriff das linke Bein. Nach dem 1. Weltkrieg widmete er sich ganz der Männerseelsorge. Unerschrocken trat er bei seinen Predigten gegen den Nationalsozialismus und Antisemitismus auf. Dafür wurde er nach der Machtübernahme Hitlers immer wieder festgenommen und aufs schärfste verhört, dann in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Gesundheitlich völlig zerstört wies man ihn dort in die Abtei Ettal, wo er 4 Jahre gezwungen war, unter Hausarrest und absolut von der Aussenwelt abgeschnitten zu leben. Pater Rupert Mayer starb an Allerheiligen 1945 während seiner Predigt stehend, nachdem er dreimal seine letzten Worte „der Herr...„ wiederholte: Die Gläubigen mussten den Priester (mit der Beinprotese) aufrecht stehend wegtragen. Man sagt: „Pater Rupert Mayer ist in seinem Leben nie umgefallen, nicht einmal beim sterben!“