Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Altötting – Regensburg - Marktl am Inn – Passau MFM - Marianische Frauen- und Müttergemeinschaft

4 Tage

22. - 25. Mai 2008

Reiseroute

Wigratzbad - Altötting - Passau - Regensburg - St. Radegund

Geistliche Leitung / Begleitung:

Preise

Fahrpreis inkl. Eintritt Passionsspiel und Mittagessen

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Donnerstag (Fronleichnam), 22. Mai

Frühzeitige Abfahrt nach Wigratzbad (S.22). Hl. Messe, Mittagessen. Über München erreichen wir am späteren Nachmittag Altötting. Dreimalige Hotelübernachtung am Kapellplatz.

Freitag, 23. Mai

Hl. Messe in der Gnadenkapelle und Aufenthalt am Gnadenort. Nachmittagsausflug zur, an der Donau-Inn Mündung gelegenen, über zweitausendjährigen „Schwimmenden Stadt“ Passau. Eine der schönsten Festungskomplexe Deutschlands ist die Trutzburg, die 1219 als Residenz der Fürstbischöfe errichtet wurde, mit dem Dom (St. Stefan). Im Glasmuseum wird die einzigartige Sammlung von über 30'000 Gläsern des weltberühmten „Böhmischen Glases“ gezeigt. Nach dem Spaziergang in der Altstadt, Weiterfahrt nach Marktl, Heimatdorf des Hl. Vaters Benedikt XVI. Besuch des Geburtshauses und der Kirche. Rückfahrt nach Altötting.

Samstag, 24. Mai

Nördlich erreichen wir nach knapp 2-stündiger Fahrt die hochinteressante Bischofs- und Universitätsstadt Regensburg an der Donau. Mittagessen fakultativ. 739 wurde vom hl. Bonifatius das Bistum Regensburg gestiftet. In der Folgezeit wurden auch zahlreiche Klöster gegründet. Regensburg stand mit Cashel (Irland) in engem kulturellen Austausch, wo Geistliche ausgebildet wurden, die dann nach Regensburg kamen. Stadtführung mit anschl. Aufenthalt in der Altstadt. Unweit der steinernen Brücke liegt der Domplatz, Mittelpunkt der Stadt. Der Dom „St. Peter“ mit den beiden 105 m hohen Türmen ist das Hauptwerk der Gotik in Bayern. Das Innere ist von grosser Raumschönheit; an den schönen Kreuzgang grenzt die romanische Allerheiligenkapelle, die Stephanskapelle. Berühmt ist der Knabenchor der „Regensburger Domspatzen“. Das Domschatzmuseum kann auch besucht werden, sowie die Niedermünsterkirche, die Kirche St. Ulrich, die Schottenkirche, die Dominikanerkirche, das Schifffahrtsmuseum, der alte Kornmarkt, das alte Rathaus und das Regensburger Schloss. Auf der Rückfahrt der Salzach entlang, kommen wir am befestigten Burghausen vorbei nach St. Radegund. Besuch der Grab- Gedenkstätte mit dem Wohnhaus und Museum des „Märtyrer des Gewissens“ und „Zeugen der Seligpreisungen der Bergpredigt“ des sel. Franz Jägerstätter. Rückfahrt nach Altötting.

Sonntag, 25. Mai

Vormittags Aufenthalt in Altötting mit hl. Messe. Am frühen Nachmittag Heimfahrt über Bregenz zu unseren Ausgangsstationen.


Informationen zu den Reisezielen

Altötting / D

Es zählt zu den bedeutendsten Fusspilgerorten Deutschlands. Die Gnadenkapelle, welche sich mitten auf dem Kapellplatz befindet, ist der älteste Kirchenbau des Landes mit der schwarzen Muttergottes. Nach einer alten Tradition werden beim Betrachten der schmerzhaften Rosenkranzgeheimnisse Kreuze um die Kapelle getragen, bevor die Pilger das Heiligtum betreten. Besonders eindrucksvoll sind auch die unzähligen, teils gotischen Mirakeltafeln, die einen grossen Teil der Kapellenmauer bedecken. Eine alte Chronik von 1489 berichtet, dass ein ertrunkenes, lebloses Kind aufgrund des Vertrauens seiner Mutter zur Jungfrau Maria wieder lebendig wurde. Die Pilger können nicht nur die Gnadenkapelle, sondern auch die anderen zahlreichen Kirchen besuchen. Am Kirchenplatz befinden sich die Stiftskirche mit dem "senseschwingenden Tod" von Eding, die Tillygruft, die Schatzkammer mit dem goldenen Rössl, die St. Magdalenakirche, ehem. Jesuiten-, heute Kapuzinerkirche. In der Konradskirche mit dem St. Annakloster befindet sich das Grab des hl. Pförtners Konrad von Parzham, der im Jahr 1894 starb. Er hat durch sein heiligmässiges Leben, seine Ehrfurcht und seine Liebe, ganz wesentlich zum Aufschwung und zum Gelingen der Wallfahrten nach Altötting beigetragen.

Regensburg / D

Römische Soldaten und Zivilisten hatten das Christentum im 4. Jh. über die Alpen nach Norden gebracht. Um die Mitte des 6. Jahrhunderts entwickelte sich ein bayerisches Stammesherzogtum unter der Führung der Agilolfinger, dessen Volk und Herrscher sich bereits zum Christentum bekannten. Es war ein frühes Anliegen der Agilolfingerherzöge, ihrem Land eine festgefügte Kirchenorganisation zu geben. Die Bischöfe Emmeram und Erhard, vorübergehend auch Bischof Rupert, wirkten Mitte des 7. Jahrhunderts in Regensburg. Im Jahr 739 erhob der heilige Bonifatius Regensburg rechtlich zu einem Bistum. Der erste Oberhirte, Abtbischof Gaubald, wurde von ihm geweiht. Der hl. Wolfgang ist Bischof von Regensburg. Unter ihm wird die Abstwürde von St. Emmeram und Bischofswürde von Regensburg getrennt. Er gibt seine Zustimmung zur Errichtung des selbständigen Bistums Prag. Mit der Erhebung der Gebeine Wolfgangs und Erhards durch Papst Leo IX. werden beide offiziell heiliggesprochen. Eine Blütezeit mit vielen Klostergründungen erlebte das Bistum im 12. Jahrhundert. Der große Kirchenlehrer, der hl. Albertus Magnus war von 1260 bis 1262 Bischof von Regensburg.

St. Radegund / D

Der gläubige Christ und Bauer Franz Jägerstätter aus Österreich hatte sich im Zweiten Weltkrieg trotz starken Drucks von Außen standhaft geweigert, in der deutschen Wehrmacht zu einer Waffe zu greifen und war dafür 1943 im Alter von 36 Jahren hingerichtet worden. Unter den 5000 Gästen des Gottesdienstes im Linzer Mariendom waren auch die 94-jährige Witwe des Seligen, Franziska Jägerstätter, und seine vier Töchter. „Er hat sein Leben hingegeben in hochherziger Selbstverleugnung, mit aufrichtigem Gewissen in Treue zum Evangelium und für die Würde der menschlichen Person“, sagte der Gesandte von Papst Benedikt XVI., Kardinal José Saravia Martins, der die Seligsprechung vornahm. Die Witwe Jägerstätters begleitete bei der Feier den Reliquienschrein ihres toten Mannes mit dem Dokument, in welchem er seinen Traum, in dem er vor den Grausamkeiten der Nazis gewarnt wurde, niedergeschrieben hatte. Der sel. Franz Jägerstätter wurde am 20. Mai 1907 in St. Radegund beim Grenzort Braunau, der Geburtsstadt Adolf Hitlers, geboren. Er heiratete die ebenfalls tief gläubige Franziska und übernahm den Hof seines Stiefvaters. 1940 wurde er zum Grundwehrdienst eingezogen und erfuhr von den Grausamkeiten des Nationalsozialismus. Daraufhin verweigerte er jede neue Einberufung und erklärte sich nur zum Sanitätsdienst bereit. 1943 wurde er verhaftet und in Berlin wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Vor Gericht soll er gesagt haben, dass es Dinge gebe, wo man Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen.