Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Sizilien - Malta (Auf den Spuren des hl. Apostels Paulus)

10 Tage

21. - 30. März 2008

Reiseroute

Monte Cassino - Pompei - Neapel - Palermo - Syrakus - Malta - Catania - Tindari - Lucca

Geistliche Leitung / Begleitung:

Preise

Fahrpreis inkl. Eintritt Passionsspiel und Mittagessen

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Dienstag, 21. Okt.

Fahrt ab den verschiedenen Einsteigeorten durch den Gotthard ins Tessin. Mittagslunch aus dem Car. Über Mailand, die Po-Ebene und Bologna erreichen wir für einen erfrischenden Zwischenhalt die Passhöhe im Appennin. Durch die Toscana und Florenz gelangen wir am Abend ins Tibertal. Übernachtung nördlich von Rom.

Mittwoch, 22. Okt.

Nach ca. 2-stündiger Fahrt erreichen wir auf dem Monte Cassino das berühmte Benediktinerkloster mit dem Grab des hl. Benedikt. Nach dem Mittagessen Fahrt durch malerische Gegend, vorbei am Vesuv, in die Bucht von Neapel, bis Pompei. Besuch des Heiligtums der Rosenkranzkönigin, Möglichkeit zur Besichtigung der Ausgrabungen von Pompei. Gegen Abend Fahrt zum Hafen nach Neapel, wo wir einen Eindruck der riesigen Stadt bekommen. Einschiffen auf unsere Fähre und Bezug der 2-Bettkabinen mit Toilette. Fakultatives Nachtessen und Frühstück an Bord. Nächtliche Überfahrt nach Sizilien – ein traumhaftes Erlebnis!

Donnerstag, 23. Okt.

Gegen 07.00 Uhr Ankunft im Hafen von Palermo. Hl. Messe in der Grotte der hl. Rosalia. Vom Monte Pellegrino haben wir Aussicht auf die ganze Stadt. Stadtrundfahrt und Besuch der wichtigen Pilgerstätten. Nachmittags durchqueren wir das wunderschöne, fruchtbare Land Sizilien über die höchstgelegene Stadt Enna und gelangen an der Südostküste, zu der auf einer Landzunge gelegenen Stadt Syrakus. Hotelübernachtung.

Freitag, 24. Okt.

Hl. Messe in der Kirche der weinenden Madonna. Besuch des Domes, wo Reliquien der hl. Luzia in einer kostbaren Silberbüste aufbewahrt sind. Mittagessen fakultativ. Fahrt zum Hafenstädtchen Pozzallo. Abendlunch aus dem Car. Nach ca. 2 Std. Überfahrt erreichen wir die alte Hafenstadt La Valletta auf der Insel Malta. Dreimalige Übernachtung im Pilgerhaus.

Samstag. 25. Okt.

In der St. Pauls-Bucht ist der hl. Paulus im Jahre 60 als Schiffbrüchiger gestrandet (Apg 27.27-44). Wir besteigen erneut das Schiff und erreichen nach kurzer Überfahrt die Insel Gozo. Besuch des Marienheiligtums Ta‘Pinu, es ist der Nationalpilgerort der Malteser. Auch Papst Johannes Paul II. hat vor diesem wunderschönen Gnadenbild gebetet. Zurück auf Malta fahren wir zur alten Festungsstadt Mdina. Besuch der St. Paulskirche mit den Katakomben, wo der hl. Paulus nach dem Schiffbruch für kurze Zeit predigte und missionierte, worauf auf dieser Insel die erste Christengemeinde entstand.

Sonntag, 26. Okt.

Stadtführung in La Valletta, Besuch der Johannes-Kathedrale und der Schiffbruchs-Kirche, usw. Führung durch den Grossmeister-Palast, dem Hauptsitz des Malteser-Ordens. Mittagessen fakultativ. Nachmittags kurze Fahrt ins Landesinnere nach Mosta. Von weitem erkennt man die grosse Kathedrale, bei welcher im 2. Weltkrieg während eines Gottesdienstes, dem hunderte von Gläubigen beiwohnten, eine 250 kg Bombe die Kuppel durchschlug und auf den Boden des Kirchenschiffs fiel – die Bombe, die heute noch zu sehen ist, detonierte nicht und es kam niemand zu Schaden.

Montag, 27. Okt.

Frühzeitige Überfahrt nach Sizilien. Fahrt am höchsten Berg Siziliens, dem Vulkan Etna vorbei nach Catania. Im Dom feiern wir die hl. Messe am Grab der hl. Agatha, die unter Decius im Jahre 251 wegen ihres christlichen Glaubens grausam gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Anschl. Weiterfahrt zum grössten Wallfahrtsort und Nationalheiligtum Siziliens, der Schwarzen Madonna von Tindari. Hotelübernachtung am Meer. Badegelegenheit.

Dienstag, 28. Okt.

Bei Messina verlassen wir mit der Autofähre die Insel und erreichen nach ca. 20 Minuten Überfahrt das italienische Festland. Fahrt der schönen adriatischen Küste entlang, über Cosenza, Salerno und Neapel. Gegen Abend erreichen wir unseren Übernachtungsort Cassino.

Mittwoch, 29. Okt.

Nun lassen wir den Süden Italiens hinter uns und kommen nördlich von Rom an den Tiber. Bei Orvieto erreichen wir Bolsena, am gleichnamigen grössten Vulkansee Italiens. In der Kirche Santa Cristina begeben wir uns in die Katakomben mit dem Grab der hl. Christina, die unter Kaiser Diokletian im 3. Jh. hingerichtet wurde. Nachmittags Fahrt durch die faszinierende Gegend der Toscana in die Nähe von Lucca. Hotelübernachtung.

Donnerstag, 30. Okt.

Kurze Fahrt in die an Kunstschätzen erstrangige und geschichtlich hochinteressante Festungsstadt Lucca. Stadtrundgang mit Besuch der Kirche S. Frediano, dem Dom und der Passionistenkirche mit dem Grab der grossen hl. Gemma Galgani. Mittagessen. Rückfahrt an der schönen ligurischen Riviera entlang, über den Cisapass, die Po-Ebene, Mailand und das Tessin nach Hause zurück.


Informationen zu den Reisezielen

Malta

Die Ritter des Johanniterordens „Korsaren Christi“ brachten die zweite eigenständige Hochkultur Maltas. Die Geschichte der Johanniterritter beginnt um das Jahr 1050 im Heiligen Land. Die Pflege der Verwundeten und der Kranken, sowie die Sorge für die Armen war die ursprüngliche Ordenspflicht. Bald erweiterten sich jedoch die Ordenspflichten auf den "Schutz" der Pilger nach Jerusalem und auf den Kampf gegen den Islam. Während des Mittelalters bedrohte der Islam den gesamten Mittelmeerraum, und seit der Ausbreitung des Osmanischen Reiches bestand sogar die Gefahr, daß die Türken, die im Norden bald bis Wien vordrangen, durch ein Ausgreifen auf Südeuropa das Abendland in die Zange nehmen würden. Daran hinderte sie jedoch der Johanniterorden. Ihre schnellen Galeeren waren bald der Schrecken aller muslimischen Schiffe, wenn sie die Konvois christlicher Kauffahrer schützten und christliche Rudersklaven aus türkischen und arabischen Schiffen befreiten. Die Bekämpfung des nordafrikanischen Piratenunwesens, sowie die Verhinderung der völligen Islamisierung und Osmanisierung des Mittelmeerraums, können nicht hoch genug eingeschätzt werden. Auf Rhodos schufen die Ordensritter die damals stärkste Festung der Welt und bauten ihre Flotte zu einer gefürchteten Seemacht aus. Trotz der hervorragenden Befestigung von Rhodos mußte der Orden nach einer schrecklichen Belagerung im Jahre 1522, wenngleich unbesiegt, vor dem türkischen Sultan Soliman dem Prächtigen weichen und Rhodos aufgeben. Bald wurde Malta der neue Ordenssitz, von wo aus die Ritter mit ihrer Flotte das westliche Mittelmeer gegen die Türken sperrten, die schon mehrfach versucht hatten, in Italien Fuß zu fassen. Auf Malta erfuhr der Orden dann seine größte Herausforderung, als die Türken 1565 mit 35000 Mann landeten und die Festungen des Ordens belagerten. Vier Monate dauerte der heldenhafte und opferreiche Kampf der Ritter unter ihrem Großmeister Jean de la Valette. Die Hälfte der Ritter fand den Tod, niemand blieb unverletzt, und die Detonationen der unterminierten Festungsmauern waren bis nach Sizilien zu hören. Aber schließlich gaben die Türken erschöpft auf, denn ihre endgültige Niederlage wurde bald darauf in der Seeschlacht von Lepanto besiegelt. „Korsaren Christi“ (ISBN: 3-7995-0090-1, Buch v. Jörg-Dieter Brandes) Unser Besuch in Valletta gilt u.a. besonders der: St. John‘s- Kathedrale mit Museum, dem Grossmeisterpalast, der Anglikaner Kathedrale St. Paul, dem Carmel-Collegiat mit der St. Paul‘s - Schiffbruchkirche, wo Reliquien vom Handgelenk des Apostels in Gold gefasst, sichtbar aufbewahrt sind. In der Kapuziner-Kirche St. Mary of Jesus ist das vom ganzen maltesischen Volk verehrte Kreuz mit Corpus Christi, dem grosse Wunderkraft zugeschrieben wird (mit besonders liebevollem Gesichts-Ausdruck). Ferner ist zu erwähnen, die St. Barbara- Kirche, in der die hl. Messe in deutscher Sprache gefeiert wird

Catania / I (Sizilien)

Die hl. Agatha wurde unter Decius im Jahre 251 wegen ihres christlichen Glaubens grausam gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Im wunderbaren barocken Dom von Catania sind die Reliquien der Stadtpatronin aufbewahrt.

Tindari / I (Sizilien)

Der grosse Wallfahrtsort der schwarzen Madonna, der als Nationalheiligtum von Sizilien gilt, liegt auf einem hohen Hügel an der Nordküste Siziliens. Tindari war im Altertum eine grosse römisch-griechische Stadt (395 v. Chr.). Sie wurde durch ein Erdbeben zerstört, daher kann man heute nur noch die Ruinen des antiken Tindari erkennen. Im Jahre 726 verbot der Syrier Leo der Dritte, Herrscher vom Orient, mit einem Edikt den Kultus der heiligen Statuen und befahl deren Zerstörung. Die Gläubigen wollten diese Statue nicht zerstören und brachten sie auf ein Schiff, das mit dem Ziel Sizilien in See stach. Die ersten Gläubigen dachten sofort daran, die gefundene Statue auf dem Hügel von Tindari aufzustellen, weil das der schönste und höchstgelegene Platz war. Das Christentum begann in Tindari im ersten Jh. wurde aber stärker und lebendiger nach der Ankunft der wundertätigen Statue der Madonna. Auf dem Vorplatz der herrlichen Mosaikkirche, kann man bei guter Sicht, am Horizont die Silhouetten der liparischen Inseln: Stromboli, Vulcano und Lipari erkennen.

Palermo / I (Sizilien)

Auf dem 606 Meter hohen Monte Pellegrino hat man einen traumhaften Ausblick auf die Stadt, den Hafen und auf das Meer. Hier ist die berühmte Höhlenkapelle der hl. Rosalia, die Goethe auf seiner Sizilienreise schon beschrieben hat, in der die Stadtpatronin bis zu ihrem Tod (1166) in Busse lebte. In der 25m tiefen Grotte wird das Wasser von den Wänden in ein Becken geleitet. Auf die Fürsprache der hl. Rosalia durften durch dieses Wasser unzählige Heilungen geschehen. Unter dem Altar liegt die mit einem Goldmantel eingekleidete Statue mit Reliquien der hl. Rosalia. Das Grab der Stadtpatronin befindet sich in der Kathedrale von Palermo. Auf der Stadtrundfahrt besichtigen wir die sehr alte Capella Palatina mit den prächtigen Mosaikkunstwerken im Regierungsgebäude (Palazzo dei Normanni). Fahrt zum alten Teatro Massimo und zur bekannten Totengruft der Kapuziner. Besuch des mit Mosaiken wunderschön ausgeschmückten Domes von Monreale.

Syrakus / I (Sizilien)

Syrakus war eine antike griechische Stadt. Der Grieche Archimedes machte hier seine bis heute gültigen Kreisberechnungen. Von Malta herkommend machte hier auch der hl. Apostel Paulus drei Tage Station (Apg 28,12). In den Katakomben San Giovanni führt eine Treppe in die Krypta des hl. Marcian. Dies soll der Ort sein, wo der hl. Paulus predigte. Die Krypta wird deswegen von allen Pilgern aufgesucht. Am 29. Aug. 1953 vergoss in der bescheidenen Wohnung des Arbeiterehepaares Iannuso in Syrakus ein Gipsbild, welches das Unbefleckte Herz Mariens darstellt, menschliche Tränen. Dieses Wunder verbreitete sich schnell durch die Medien in die ganze Welt und Syrakus wurde rasch das Ziel zahlreicher Pilger. Im Oktober 1995 wurde die neue Kirche der weinenden Muttergottes von Syrakus von Papst Johannes Paul II. feierlich eingeweiht. Die Architektur der Kirche stellt eine Träne dar. Nicht weit von hier kann man die Hinrichtungs- und Begräbnisstätte der hl. Lucia, Stadtpatronin von Syrakus aufsuchen. Die Heilige wurde im Jahre 304 unter Kaiser Diokletian hingerichtet. Spaziergang in der Altstadt und Besichtigung des Domes, in dessen hintersten Seitenkapelle rechts eine Silberbüste im Altar aufbewahrt ist, in der Reliquien der hl. Lucia eingefasst sind. Sie werden immer am 14. Dezember, am Fest der hl. Lucia, feierlich in einer Prozession um die Altstadt getragen. Besuch des Teatro Grecco mit dem berühmten Ohr des Dionysos.

Pompei / I

Wir halten Andacht in der Rosenkranzkirche von Pompei vor dem Gnadenbild der Rosenkranzkönigin. Auf dem Gnadenbild der Rosenkranzkönigin, sind der hl. Dominikus und die hl. Katharina v. Siena abgebildet, wie sie vom Jesuskind und der Gottesmutter den Rosenkranz erhalten. Auch unser Hl. Vater Johannes Paul II. besuchte dieses Heiligtum. Das Grab des sel. Bartolo Longo befindet sich in der Krypta der Kirche. Pater Pio war ein sehr grosser Verehrer der Rosenkranzkönigin und betete jeden Tag die Supplica (Fürbitte zur Rosenkranzkönigin von Pompei). Je nach Zeit, Möglichkeit zum Besuch der Ausgrabungen der antiken Stadt Pompei, die beim Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 n. Chr. von Vulkanasche begraben wurde.

Lucca / I

Vom römischen Lucca sind noch die Ruinen des im 2. Jh. n. Chr. erbauten Amphitheaters und Überreste der Stadtmauern erhalten. Im Mittelalter erlebte Lucca eine außergewöhnliche Blütezeit, der Wohlstand der Stadt beruhte auf der Seidenfabrikation, dem Handel und dem Geldgeschäft, Lucca war eines der ersten Bankzentren. Von Pisa wurde der röm. Kirchenbaustil übernommen, jedoch mit lokaltypischem Stil, reicherer Ausschmückung und Ornamentierung gebaut: der Dom (hl. Martin) die Kirche S. Frediano, S. Michele usw. Auf der grossen Piazza Napoleone steht das Denkmal der Maria Luisa von Bourbon-Parma, sie erhielt 1805 von ihrem Bruder Napoleon die Stadt als Herzogtum geschenkt. Die hl. Gemma GALGANI wurde am 12.3. 1878 in Camigliano bei Lucca (Mittelitalien) geboren und starb am 11.4. 1903 in Lucca. Schon in jungen Jahren erlebte Gemma mit, wie erst die Mutter, dann ihr Bruder, schließlich nach geschäftlichen Misserfolgen ihr Vater starb. Sie selbst war oft krank und empfing 21-jährig die letzte Ölung. Doch nach plötzlicher Heilung konnte sie als Dienstmädchen arbeiten. Am Vorabend des Herz-Jesu-Festes 1899 fiel sie in Ekstase, ihrem Körper wurden die Wundmale Christi zugefügt. Vier Jahre lang bis zu ihrem Tod erlebte Gemma dies unter Schmerzen jeden Donnerstag aufs Neue, dazu noch die Geißelung, die Krönung mit Dornen und den Blutschweiß. "Christus lebt in mir", kommentierte sie ihre Schmerzen. Sie starb am Karsamstag 1903. Ihr Fest ist der 14. Mai. Sie wird dargestellt als Jungfrau mit dem Herz-Kreuz-Symbol auf der Brust. Ihr Grab ist in der Kirche des dortigen Passionistinnenklosters.