Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Aachen - Kevelaer - Köln

4 Tage

31. Mai - 3. Juni 2007

Reiseroute

Maria Laach - Kevelaer - Köln - Aachen

Geistliche Leitung / Begleitung:

Preise

Fahrpreis inkl. Eintritt Passionsspiel und Mittagessen

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Donnerstag, 31. Mai

Wir verlassen unser Land in Basel und kommen über Mülhausen ins schöne Elsass. Hl. Messe in St. Hippolyte, in dessen Pfarrkirche in einem Seitenaltar Reliquien des hl. Hippolyte aufbewahrt werden. Zum Mittagessen befinden wir uns direkt an der Elsässer Weinstrasse. Über Strassburg und durch Lothringen erreichen wir am Nachmittag Maria Laach. Nördlich von Köln erreichen wir abends ganz in der Nähe der holländischen Grenze den wunderbaren und eindrücklichen Pilgerort Kevelaer. Übernachtung in Pilgerunterkunft.

Freitag, 1. Juni

Vormittags Aufenthalt am Gnadenort. Besuch in der Gnadenkapelle mit der Kerzenkapelle, der Marienbasilika, dem Kreuzweg, usw. Das Gnadenbild „Trösterin der Betrübten“ ist ein Abbild der „Gottesmutter von Luxemburg“.

Nachmittags Fahrt nach Köln. Kurzer Stadtrundgang mit Besuch des Kölner Doms und weiterer wichtiger Gnadenstätten. Abends Fahrt nach Aachen. Hotelbezug für 2 Nächte.

Samstag, 2. Juni

Teilnahme am Tagesprogramm der Aachener Heiligtumsfahrt. Große Pilgermesse mit Zeigung und Verehrung der Heiligtümer. Rundgang durch den Dom. Mittagessen fakultativ. Stadtbesichtigung.

Sonntag, 3. Juni

Nach der hl. Messe Heimfahrt auf dem kürzesten Weg durchs Land Luxemburg, über Metz (Mittagshalt), Strassburg und Basel zu den Ausgangsorten.


Informationen zu den Reisezielen

Aachen / D

"Kommt, und ihr werdet sehen!" - lautet das Motto der Aachener Heiligtumsfahrt, wo die Reliquien des Marienschreins den Gläubigen zugänglich gemacht und gezeigt werden. Der Aachener Dom, den Karl der Große zwischen 792 und 800 erbauen ließ und damit Aachen zum religiösen Zentrum machte, war die erste Kirche des nördl. Abendlandes, die der Jungfrau Maria geweiht war. Zur Einweihung der 799 vollendeten Kapelle wurde ein Reliquienschatz aus Jerusalem durch den dortigen Patriarchen übersandt. Der kostbare Schatz enthielt das Kleid von Maria, die Windeln Jesu, das Lendentuch Christi und das Enthauptungstuch von Johannes dem Täufer und wird seither von Pilgern aus aller Welt aufgesucht und verehrt. Weiteren Aufschwung erhielt die Wallfahrt nach Aachen durch die Heiligsprechung Karl des Großen durch Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) im Jahre 1165. Seit 1239 wurde die Wallfahrt zu den Heiligtümern des Aachener Doms als "Heiligtumsfahrt" bezeichnet. Bis 1349 fand sie in Abständen von ein bis fünf Jahren statt. Danach wurde ein siebenjähriger Turnus eingeführt. Die Zahl sieben galt in der mittelalterlichen Symbolik als besonders heilig. Ihren Höhepunkt erreichte die Aachener Heiligtumsfahrt im 14. und 15. Jahrhundert. Auch heute noch werden unzählige Menschen ihrem Glauben folgen und die Stadt bevölkern. Zur Aachener Heiligtumsfahrt der Jahrtausendwende hielten sich Tausende Pilger in der Stadt auf – etwa 60.000 Menschen besichtigten den Reliquienschatz im Dom. Die Heiligtumsfahrt ist eine Christuswallfahrt, vor allem durch die Bezugnahme auf das irdische Leben des Herren bei der Betrachtung der Heiligtümer. Sie ist Marienwallfahrt durch das Gnadenbild, das sich bei der Heiligtumsfahrt in unmittelbarer Nähe der Heiligtümer befindet. Das Wort „Kommt, und ihr werdet sehen“ (Joh. 1,39) ist ein Wort der Einladung. Jesus Christus spricht es aus. Auch die Kirche sagt es. Es lädt zunächst ein, die Heiligtümer anzuschauen. Bei dieser Art der Wallfahrt ist das Sehen unersetzbar. Das äußere Sehen muss daher ernst genommen werden. Der Evangelist Johannes meint mit Sehen aber nicht nur die sinnliche, sondern auch die geistige Wahrnehmung. Der Blick muss vom Sichtbaren zum Unsichtbaren geführt werden. Die Reihenfolge der beiden Worte: Kommt, und ihr werdet sehen, ist entscheidend. Zuerst muss jemand kommen, dann kann er erst sehen. Lange zuschauen, prüfen, dann entscheiden, ob man kommt, ist nach biblischer Auffassung nicht möglich. Die Heiligtumsfahrt ist stets auch Marienwallfahrt gewesen. Das Johannes-Evangelium legt im ersten Kapitel das Zeugnis des Täufers über sich selbst und über Jesus vor und führt dann mit dem Hinweis des Täufers von Johannes zu Jesus hin. Lukas erzählt im ersten Kapitel seines Evangeliums die Vorgeschichte der Geburt Jesu und führt so über den Gehorsam Mariens zur Geburt Jesu hin. Maria hat sich auf die Botschaft des Engels hin auf einen Ruf „Komm“ eingelassen, ohne Weg und Ziel zu kennen. So ist sie zum Ort des Sohnes Gottes in der Welt geworden, der Leib, der ihn getragen hat, die Bundeslade des neuen Bundes, der Ort, an dem Gott unter uns wohnt. (Tuchfühlung mit Jesus Christus), Maria und Johannes. Von einem mit dem äußeren Wahrnehmen befriedigten Wallfahrtswunsch zu einem Umgang mit den Heiligtümern im Gebet. Von einer isolierten Schau zu einer Aufnahme in die Feier des Heilswerkes Christi, vor allem in der Eucharistie. Von einer individuellen Wallfahrtsteilnahme zu einer Teilnahme an einer Feier der Kirche, an dem neuen Interesse der letzten Jahre an Wallfahrten, die durchaus mit Anstrengungen verbunden sind, kann die Aachener Heiligtumsfahrt anknüpfen. Die traditionellen Formen des Umganges mit den Heiligtümern und ihrem Schrein werden unangefochten respektiert, allerdings durchaus mit distanziertem folkloristischem Interesse. Die Aachener Heiligtumsfahrt wird begangen in enger Verbindung mit der Heiligtumsfahrt in Kornelimünster, wo drei Herrenreliquien, auch textile Heiligtümer, verehrt werden. Auch zu der in demselben siebenjährigen Rhythmus gefeiert Heiligtumsfahrt in Mönchengladbach, wo das Tischtuch des letzten Abendmahls verehrt wird, gibt es eine Verbindung. Zum Leitwort der Heiligtumsfahrt 2007 Das Leitwort der Heiligtumsfahrt, stets entnommen der Heiligen Schrift oder der Liturgie der Kirche, möchte einen Aspekt des christlichen Lebens herausstellen, der im Jahr der Heiligtumsfahrt besonders hervorgehoben zu werden verdient, herausstellen. Als Leitwort für 2007 wurde bewusst das Wort Jesu gewählt, das zu einer – in der Art des Johannes-Evangeliums – erzählenden Perikope gehört. Einerseits muss deutlich werden, dass es sich um ein Wort Jesu handelt, andererseits gehört die ganze Perikope Jo 1,35-51 als Rahmen zu diesem Wort. In der Übersetzung „Kommt und seht“ wurde das Wort von den Wallfahrtsorten der nordwestdeutschen Bistümer für das Jahr 2006 als Leitwort gewählt. Es knüpft an das Leitwort des Weltjugendtages 2005 an. Das Verb „kommen“ bildet ein Bindeglied zwischen den beiden Jahresthemen. Das Heiligtum des Marienkleides ist eine antike häusliche Webarbeit. Es wurde als Unterkleid genutzt, worauf schon die älteren Bezeichnungen (camisia oder indusium) hinweisen. Es besteht aus naturfarbenem Leinen (in Israel gab es Flachs und Baumwolle nur an der Küste und im Tiefland des Jordan, für den alltäglichen Gebrauch wurden deshalb meist wollene Gewebe genommen) und ist durch gewebte Längs- und Querstreifen quadratisch gemustert. Das aus einem Teil ohne Naht gewebte Kleid weist eine feingestickte Halsborte auf, die mäanderförmig gestaltet ist. Zwei aufrecht geführte Einschnitte an den unteren Seiten des Saumes, Gieren vergleichbar, sind ebenfalls mit einer mäanderförmigen Stickerei versehen, doch in der Form von der Halsborte verschieden. Ein Ärmel des Kleides scheint früher länger gewesen zu sein; der Befund deutet darauf hin, dass vom linken Ärmel etwas abgeschnitten wurde. das Kleid misst in der Höhe 153 cm, der Saumumfang beträgt 246 cm, die Spannung der Ärmel 132 cm. Bei der Zeigung wird es der Länge und Breite nach entfaltet (wogegen die drei anderen Heiligtümer zusammengelegt und mit Schnüren zusammengebunden bleiben.) Das Tuch der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers In der Reihenfolge der Zeigung und Verehrung folgt an dritter Stelle das Tuch der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers. Dieses Heiligtum wird verehrt als Zeichen der Treue bis in den Tod, weil in ihm das Haupt des Vorläufers Johannes nach dessen Hinrichtung unter Herodes Antipas geborgen wurde. Das Tuch ist ein äußerst fein gewobener Damast und hat die Form eines länglichen Vierecks. Die Größe und Feinheit des Gewebes deuten auf einen wohlhabenden Besitzer. Es zeigt große Flecken (Blutspuren) und weist auch größere Löcher auf, da Teile dieses Heiligtums als Reliquien herausgenommen wurden. Zur Zeigung und Verehrung bleibt es zusammengefaltet, einmal in seiner Länge und zweimal in seiner Breite mit einem Seidenband umbunden. Die Windeln Jesu Über die Herkunft und die Entdeckung des Heiligtums der sogenannten Windeln Jesu gibt es erst verhältnismäßig spät erste Hinweise. Aus dem Altertum wird über den Stoff, aus dem die „Windeln“ gefertigt sind, nichts mitgeteilt. Es ist ein dicker und dicht gewalkter Stoff von bräunlicher Farbe, der dadurch eher einem porösen Filz als einem gewebten Textil ähnlich erscheint. Das Heiligtum ist dreifach zusammengefaltet; entfaltet hat es Trapezform, die Oberkante ist in Art eines Halsausschnittes halbrund ausgeschnitten. – In Aachen erzählt eine alte Tradition, dass die „Windeln des Heilandes“ aus der Fußbekleidung des hl. Josef gemacht seien: Die „Botzen des hl. Joseph“ seien zu einer Art an drei Seiten geschlossenen „Muff“ zusammengenäht worden. Ein Zusammenhang dieser Tradition mit einer Notiz des Patriarchen Germanus (13. Jahrhundert), die „Windeln“ seien von Maria selbst gefertigt worden, da Mittel gefehlt hätten, Windeln zu kaufen, ist nicht bekannt. – Auf die Armut Jesu weist die Einladung und Ankündigung der Verehrung dieses Heiligtums hin. Das Lendentuch Christi Das Heiligtum des Lendentuches Christi ist ein grobes Gewebe von weißlicher Farbe, aus einem größeren Gewand grob herausgeschnitten. Ursprünglich war es wohl ein einem Hemd ähnliches Gewand, vielleicht eine Tunika. Darauf weisen zwei deutlich erkennbare Einsätze (einer noch vollständig erhalten) hin. Erhalten ist ein unregelmäßiges, oben stumpf abgerundetes Dreieck (Maße: untere Breite: 151 cm, Höhe 127,5 cm, obere Breite 123 cm). Es wird mit einem Seidenband kreuzweise zusammengehalten umbunden, bei der Zeigung und Verehrung wird es nicht auseinandergefaltet. Die Frage, ob der Gekreuzigte am Kreuz ein Lendentuch getragen habe, ist immer wieder von Theologen diskutiert worden. Die Leidensgeschichte erwähnt diesbezüglich nichts, berichtet aber, dass die Soldaten die Kleider des Herrn unter sich geteilt und um den Rock gelost hätten; andererseits geboten es sowohl die römische wie auch die jüdische Sitte, dem Verurteilten ein Lendentuch zu lassen. Quelle: A. Peters, Die Betefahrt nach Aachen

Kevelaer / D

Beschreibung folgt

Köln / D

Diese Stadt verdankt die Entstehung und den Namen den Römern. Colonia (lat.) heisst Kolonie. Im 5. Jh. als die Stadt durch die Hunnen belagert wurde, fand die einzige Tochter des König Dionoks von Cornwall, die hl. Ursula und ihre 11‘000 Gefährtinnen, den Märtyrertod. Die Gebeine der hl. Jungfrauen ruhen in der Kirche St. Ursula, am Ort der Hinrichtung. Mit der Übertragung der Gebeine der hl. Drei Könige im Jahr 1164, begann die Wallfahrt zum Kölner Dom. Der berühmte Dreikönigsschrein, der bedeutendste Schatz des Kölner Doms, entstand bald darauf. In der spätromanischen Basilika St. Andreas sind in einem röm. Sarkophag die Gebeine des hl. Albertus Magnus aufbewahrt. Der hl. Thomas von Aquin war unter anderen der Schüler dieses grossen Scholastikers und Universalgelehrten (+ 1280). Köln war im 12./13. Jh. eine Hochburg von Gelehrten und Heiligen. Es entstanden mehr als 150 Kirchen. Je nach Zeit, evtl. Besuch der ehem. Minoritenkirche Mariae Empfängnis mit der letzten Ruhestätte des sel. Gesellenvaters Adolf Kolping (1803-65). Auch Papst Joh. Paul II. besuchte bei seinem Besuch in Köln Kolpings Grab. Auf Kolpings eigenen Wunsch stehen auf dem Grabstein u.a. die Worte: „Er bittet um Almosen des Gebets.“ Adolf Kolping, dessen Leitspruch „Nur bessere Menschen machen bessere Zeiten“ war, wurde am 27. Okt. 1991 selig gesprochen.