Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Mozarabischer Jakobsweg: Fatima - Còrdoba - Santiago de Compostela - Barcelona - Valencia - Úbeda - Loyola - Avignon

12 Tage

8. - 19. Oktober 2018

Reiseroute

Barcelona - Valencia - Ubeda - Cordoba - Lissabon - Fatima - Santiago de Compostela - Burgos - Loyola - Lyon (Fourvière) -

Geistliche Leitung / Begleitung: Pfarrer Erwin Keller

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 1'620.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 335.00

inkl. Vollpension (1 x Lunch, 3 Essen fakultativ)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise

Interesse / Anmeldung


Details / Programm

Montag, 8. Okt.

Nach dem Gottesdienst im Aargau, Fahrt in die Westschweiz, über Genf und Lyon. Mittagslunch aus dem Car. Südwärts, der Rhône entlang, erreichen wir die Provence. Übernachtung.

Dienstag, 9. Okt.

Über die spanische Grenze und der schönen Meeresküste entlang erreichen wir mittags Barcelona. Mittagessen fakultativ. Geführte Stadtrundfahrt mit fakultativem Besuch der berühmten, durch Papst Benedikt XVI. eingeweihten Kathedrale „Sagrada Familia“. Entlang der schönen „Costa Dorada“ (Orangenblüten) erreichen wir die Hafenstadt Valencia. Hotelübernachtung.

Mittwoch, 10. Okt.

Vormittags Aufenthalt, hl. Messe in der Kathedrale mit der Capilla del Santo Càliz, wo der Abendmahlskelch Jesu aufbewahrt wird. Mittagessen fakultativ. Nachmittags Fahrt ins Landesinnere nach Úbeda, dem Sterbeort des hl. Johannes vom Kreuz (+1591). Besichtigung des Museums und Besuch der Sterbekapelle. Weiterfahrt durch das wilde Tal des Guadalquivir nach Còrdoba. Hotelübernachtung.

Donnerstag, 11. Okt.

Geführte Stadtbesichtigung und Besuch der weltberühmten Mezquita Kathedrale, Gang durch die ehemalige Judería, Mittagessen. Nachmittags individ. Aufenthalt, Möglichkeit zu einem Spaziergang über die röm. Brücke mit Besuch des Alcazar, Palast der christlichen Könige, usw.

Freitag, 12. Okt.

Wir verlassen Andalusien und gelangen über die südl. Grenze nach Portugal. Von weitem sehen wir das Cristo-Rei-Monument, das beschützend vor der beeindruckenden Hängebrücke über der Bucht von Lissabon steht. Fahrt zum Seefahrerdenkmal, kurzer Aufenthalt (Mittagessen fak.) mit Möglichkeit zum Besuch der Kirche des Hieronymusklosters. Abends Fahrt nach Fatima. Dreimalige Übernachtung im Pilgerhaus. Rosenkranz und Lichterprozession jeweils ab 21.30 Uhr.

Samstag, 13. Okt.

Am Jahrestag der Muttergotteserscheinungen, Teilnahme am Festgottesdienst (Pontifikalamt) um 10.00 Uhr. Besuch der Wallfahrtskirche, wo die beiden hl. Seherkinder Jacinta und Francisco, sowie Sr. Maria Lucia beigesetzt sind, freier Aufenthalt.

„Die Botschaft von Fatima ist die wichtigste Botschaft des Jahrhunderts für die ganze Welt.“ (Hl. Joh. Paul II.)

Sonntag, 14. Okt.

Nach der Sonntagsmesse, Möglichkeit zum Besuch der Anbetungskapelle, der Bibliothek usw. Kurze Fahrt nach Aljustrel, Besuch der Geburtshäuser der Seherkinder. Nachmittags Ausflug über Batalha nach Nazaré ans Meer.

Montag, 15. Okt.

Weiterfahrt über Coimbra und den Grenzfluss Minho nach Spanien zum Haupziel der Jakobspilger, Santiago de Compostela. Hotelbezug für 2 Nächte.

Dienstag, 16. Okt.

Aufenthalt in Santiago de Compostela, Führung. Besuch der Kathedrale mit der Reliquienbüste auf dem Hochaltar und dem Sarkophag des hl. Apostels Jakobus unter dem Hauptaltar, Gebet an seiner Ruhestätte, hl. Messe.

Mittwoch, 17. Okt.

Frühzeitige Weiterreise auf dem Jakobsweg über Ponferrada, Astorga und Sahagun (Mittagessen) nach Burgos. Besuch der berühmten Kathedrale. Nachmittags erreichen wir das Baskenland und die kantabrische Küste. Abends Hotelbezug in Loyola.

Donnerstag, 18. Okt.

Vormittags Aufenthalt am Geburtsort des hl. Ignatius von Loyola, Besuch des Heiligtums mit der Bekehrungskapelle. Weiterfahrt an der wildromantischen Meeresküste entlang zum Golf von Biscaya. Mittagessen fakultativ. Über Biarritz, Pau, Toulouse gelangen wir an den Golf von Lyon und in die Provence. Hotelbezug.

Freitag, 19. Okt.

Vormittags erreichen wir Lyon. Auf dem Fourvière, dem schönsten Aussichtspunkt über die Stadt, besuchen wir die Basilika des ersten Bischofs Pothinus und seiner Glaubenszeugen, die im nahegelegenen röm. Theater um 177 das Martyrium erlitten. Hl. Messe und Mittagessen. Erfüllt mit unvergesslichen Eindrücken kehren wir über Genf nach Hause zurück.


Informationen zu den Reisezielen

Fatima / P

Der Platz Cova da Iria, wo sich heute das Heiligtum erhebt, war im Jahre 1917 ein einsamer Ort, an dem nur Gestrüpp und verkümmerte Bäume wuchsen. Hier sahen am 13. Mai 1917 die 10-jährige Lucia, der 9-jährige Francisco und die 7-jährige Jacinta oberhalb einer kleinen Steineiche zum ersten Mal die Mutter Gottes. Sie erschien ihnen hier erneut jeweils am 13. der Monate Juni, Juli, September und Oktober. Am 13. Oktober 1917, bei ihrer letzten Erscheinung, offenbarte sich die allerseligste Jungfrau Maria als die ”Herrin des Rosenkranzes”. Gleich darauf sahen Tausende von anwesenden Personen das schon am 13. Juli von unserer Lieben Frau versprochene Wunder, ”damit alle zum Glauben kämen”. Der Himmel, bisher von schwarzen Wolken bedeckt, öffnete sich und die Sonne schien. Diese nahm die Form und die Farbe einer dunklen und silbernen Scheibe an, welche das Augenlicht nicht verletzte. Sogleich begann sie sich um sich selbst zu drehen, als ob sie ein künstliches Feuerrad wäre. Und dreimal kam sie bis zur Höhe des Horizonts herab; sie drohte auf die Erde zu fallen. Die Sonne gab die verschiedenen Farben des Regenbogens wieder, die sich in der Luft, auf dem Boden, in den Bäumen und in den Gesichtern der Leute spiegelten. Das "Schauspiel" dürfte wohl eine Viertelstunde gedauert haben. Die Volksmenge (ca. 50'000) war dabei voller Angst, die einen weinten und schrien, die anderen riefen Gott und Maria um Erbarmen an und baten um die Verzeihung ihrer Sünden. Die Botschaft der Mutter Gottes, die der ganzen Welt anvertraut wurde, ist eine Botschaft zur Rettung der Menschheit mittels des Gebetes, besonders des Rosenkranzes, der Busse und der Verbreitung der Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens. Besonders durch die Weihe Russlands und der ganzen Welt an das unbefleckte Herz Mariens und durch die Sühneübungen der ersten Monatssamstage (wodurch letztlich die Liebe zum Herrn selber durch den Empfang der hl. Kommunion gefördert werden soll), werde der Weltfrieden und die ewige Rettung der Seelen erreicht. Die zwei Seherkinder Francisco und Jacinta starben im Kindesalter für die Bekehrung der Sünder. Jeweils am 13. des Monats findet um 10.00 Uhr der internationale Gottesdienst statt. Ein unvergessliches Erlebnis. Besichtigung der Wallfahrtskirche, wo die beiden im Jahr 2000 seliggesprochenen Seherkinder Jacinta und Francisco, und seit Februar 2006 Sr. Lucia beigesetzt sind. Besuch der Anbetungskapelle, der Bibliothek usw., Beichtgelegenheit.

Santiago de Compostela / E

Besuch der wundervollen roman. Kathedrale aus dem 11. Jh., wo die Reliquien-Büste des hl. Apostel Jakobus auf dem Hochaltar aufgestellt ist, und von den Gläubigen liebevoll umarmt wird. Das Grab des hl. Apostels Jakobus kann unter dem Hauptaltar besucht werden. Er war der erste Apostel, der das Martyrium auf sich nahm, und der Bruder des Lieblingsjüngers Johannes. Jesus fragte: "Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe bestehen, die ich bestehe?" "Wir können es" antworteten die "Donnersöhne." (Mk 10.35-40) Jakobus hat es wahr gemacht: Herodes Agrippa, ein Enkel des Kindermörders, verfolgte die junge christliche Gemeinde in Jerusalem, und das erste Opfer war - Jakobus. Herodes liess ihn im Jahre 42 n. Chr. mit dem Schwert enthaupten (Apg 12.2). Zwei treue Jünger, Athanasius u. Theodorus, brachten die Reliquien nach Galizien mit, um sie vor Entehrung zu schützen.

Còrdoba / E

Die Mezquita Kathedrale von Cordoba ist einzigartig in der Welt und bezeugt eine faszinierende historische Epoche. Ihr Bau wurde im Jahre 780 auf dem Gelände der ehem. westgotischen Kirche San Vicente begonnen und bis zum Jahr 987 immer weiter ausgebaut. Nach der christlichen Rückeroberung Còrdobas wurde die ehem. Moschee 1236 zur christlichen Kirche geweiht und ist seit diesem Zeitpunkt die römisch-katholische Kathedrale der Stadt. Mit jeder Eroberung Còrdobas folgten Veränderungen der Architektur, die das heutige Erscheinungsbild des Baus prägen. Mit mehr als 23.000 Quadratmetern Grundfläche ist die Mezquita-Kathedrale eine der größten ehem. Moscheebauten und eine der grössten Sakralbauten der Erde. Sie nimmt eine Länge von 179 m und eine Breite von 134 m ein. Der riesige Hauptsaal dient als Gebetshalle und vereinnahmt zwei Drittel der Fläche. Er wird durch Hufeisenbögen in 19 Schiffe und 36 Joche geteilt. Besonders sehenswert sind der Hochaltar sowie die Kuppel. Beide wurden nachträglich in die Moschee eingebaut. Im Jahr 1702 erhielt die Kathedrale eine Orgel, die von dem berühmten Orgelbauer José Martínez Colmenero entworfen wurde. Die Puente Romano (Römische Brücke) oder Puente Viejo (Alte Brücke) ist ein Meisterwerk römischer Ingenieurskunst in Cordoba und wurde 45 v. Chr. nach der Schlacht von Munda erbaut. Mit insgesamt 16 Bögen spannt sie sich über den Fluss Guadalquivir und gehörte ursprünglich zur Via Augusta. Der Alcazar, Palast der christlichen Könige, gehört zu den Wahrzeichen von Còrdoba und hat eine sehr wechselvolle Geschichte durchlaufen. Er wurde in seiner heutigen Form erst 1328 von Alfonso dem XI. errichtet, steht jedoch an der Stelle einer älteren Kalifenresidenz aus dem 8. Jh. Hier war zum Beispiel auch Christoph Kolumbus zu Gast, um König Ferdinand und Königin Isabella sein Vorhaben, einen Seeweg nach Indien in westlicher Richtung zu finden, vorzutragen.

Valencia / E

Der Abendmahlskelch, El Santo Cáliz, ist das Gefäß (el vaissel oder Gral), mit dem Jesus Christus das Abendmahl begangen hat. Joseph von Arimathäa habe dieses Gefäß nach Europa bringen lassen. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Valerian habe der Papst Sixtus II., das Gefäß im Jahr 257/58 seinem Diakon, dem hl. Laurentius anvertraut, der aus der Stadt Huesca in Aragón stammte. Er fand später auf dem Rost den Märtyrertod, doch zuvor sei es ihm gelungen, den Kelch vor dem Zugriff der Römer in Sicherheit zu bringen und in seine iberische Heimat schaffen zu lassen. Auf diese Weise blieb das Gefäß während der gesamten Herrschaft der Westgoten über die iberische Halbinsel in Huesca. Als die Eroberung von Huesca durch die Araber im Jahr 716 unmittelbar bevorstand, brachte der dortige Bischof das Gefäß in die entlegenen Pyrenäentäler von Hoch-Aragón in Sicherheit. Mehr als drei Jh. lang hüteten die Mönche der westgotischen Klöster von San Pedro de Sasave und Santa María de Siresa die kostbare Reliquie, bis sie 1063 in die neue aragónische Königsresidenz nach Jaca gelangte. Als sich Sancho, Bischofvon Jaca und Huesca, 1071 nach San Juan de la Peña zurückzog, nahm er den Abendmahlskelch in das Höhlenkloster, wo sie bis zum Jahr 1399 verwahrt wurde. Dann liess König Martín die Reliquie zunächst in seinen Palast Aljafería nach Zaragoza und später in das Schloß von Barcelona bringen. Von dort gelangte es in den Königspalast von Valencia, um endlich 1437 in der "Kapelle des hl. Kelchs" der Kathedrale von Valencia den vorerst letzten Aufenthaltsort zu finden. Das Gefäß, das sich heute in der Capilla del Santo Cáliz der Kathedrale befindet, besteht aus einer aus Achat gearbeiteten Kelchschale, ein einziger, edel strukturierter Stein orientalischer Herkunft. Die Untersuchungen, die der Archäologe und Kunsthistoriker Antonio Beltrán durchführte, haben ergeben, daß der obere und eigentliche Teil des Kelches, die Schale, durchaus irgendwo im Nahen Osten - in Ostägypten, Palästina oder Syrien - vor oder in der Zeit Christi hergestellt worden ist. „Die Entdeckung des hl. Grals“ Buch von Michael Hesemann, Pattloch- Verlag. ISDN: 3-629-01659-6. Erwähnt sei auch die Basilika mit dem Gnadenbild u. lb. Frau der Verlassenen, dessen Ursprung auf eine 1413 gegründete Bruderschaft „der Eucharistischen Anbetung“ zurückgeht, die sich auch für das christliche Begräbnis unschuldig Hingerichteter und für Schiffbrüchige einsetzte. Kein Zufall dass sich in der Ordenskirche das Grab der Günderin hl. Madre Maria Miguela Desmaisieres befindet.

Loyola / E

Wir besuchen das Geburts- und Elternhaus des hl. Ignatius (1491-1556). Hier war er als tapferer Ritter durch eine schwere Beinverwundung während der Belagerung der Stadt Pamplona (1521) auf das Krankenlager gefesselt. Während seiner Genesungszeit las er das erste Mal in seinem Leben in einer Bibel. Das Wort Gottes fiel in sein Herz wie ein Feuerfunke, worauf er das Leben vollkommen änderte und mit einigen Mitgefährten die Gesellschaft Jesu, die Jesuiten gründete.