Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Fronleichnam Südtirol Antlassritt: Brixen (Augustinerkloster) - Padua (hl. Antonius) - Venedig (San Marco) - St. Maria Müstair

5 Tage

17. - 21. Juni 2019

Reiseroute

Padua - Venedig - Brixen - St. Maria Müstair

Geistliche Leitung / Begleitung: Don Martino Mantovani

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 725.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 115.00

Leistungen (Details sh. Reisebeschreibung)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise



Informationen zu den Reisezielen

Padua / I

In der Antoniusbasilika werden die Reliquien des hl. Antonius neben dem Hauptaltar links, im Antoniusaltar aufbewahrt. Die unverweste Zunge ist in der Reliquienkapelle ganz vorne in der Basilika (Apsis) zu sehen. Besichtigung des Kreuzgangs rechts in der Kirche, durch den man ins Franziskanerkloster gelangt. Besuch des Kapuzinerklosters, in dem der hl. Leopold Mandic als Beichtvater überaus segensreich wirkte. Wir dürfen seine Beichtzelle betreten, die bei der Bombardierung des Klosters 1944 als einziger Raum, wie durch ein Wunder, unversehrt blieb. In der Kirche S. Giustina sind Reliquien der hl. Martyrin Justina, Stadtpatronin von Padua, aufbewahrt.

Venedig / I

Die Stadt ist auf 117 Inseln erbaut und zählt 150 Kanäle und 400 Brücken. Der Canal Grande als Hauptverkehrsader windet sich durch das historische Herz Venedigs. Seit Jahrhunderten sind die Gondeln das Wahrzeichen der Stadt, die wohl anmutigste Art der Fortbewegung. Mittelpunkt des öffentlichen Lebens ist die Piazza San Marco, der Markusplatz. Vom Busparkplatz aus fährt ein Boot direkt zum Markusplatz, der als einer der schönsten Plätze der Welt gilt. Im 9. Jh. wurde hier die Markuskirche genau über dem Grab des hl. Evangelisten Markus erbaut. Der hl. Markus ist der Stadtpatron Venedigs und sein Attribut, der Löwe, das Wappentier der Republik). In Venedig findet man unzählige Kirchen, wo die Reliquien vieler Heiligen ruhen, z. B. die Reliquien des hl. Rochus (S. Rocco) von Montpellier, und der hl. Lucia von Sizilien.

St. Maria Müstair / CH

Der älteste Wallfahrtsort der Schweiz. Hier liess Karl der Grosse im Jahr 800, nach seiner Krönung zum Kaiser durch den hl. Papst Leo III., als Dank für seine unfallfreie Überquerung der gefährlichen Alpen, eine Marienkapelle erbauen. In der Legende wird überliefert, dass der Frankenkönig Karl der Grosse persönlich ein Männerkloster in Müstair gestigftet habe. Er wollte damit das Christentum in seinem Reich stärken, eine Herberge an den Passweg schaffen und für das Bistum Chur einen Verwaltungssitz einrichten. Die Bauzeit um 775 passt gut in die Phase, als Karl das Kloster als Stützpunkt für seine Expansionspolitik nach Osten benötigte. Dank den archäologischen Untersuchungen der letzten 35 Jahre gehört Müstair zu den bekanntesten karolingischen Klöstern. Die Kirche entstand im Nordosten eines grossen Klostervierecks mit Bischofsresidenz, Gästeflügel sowie Arbeits- und Wohnmarkt der Mönche. Kurz vor 800 wurde die Klosterkirche mit einem Freskenzyklus ausgeschmückt, der die Heilsgeschichte in Form eines lückenlosen Bildteppichs über alle Wände ausbreitete. Dieser einmalige Bilderschatz erhebt Müstair zum UNESCO-Welterbe. Um 960 liess Bischof Hartpert von Chur den sogenannten Plantaturm als Wohn-und Wehrturm errichten. Wiederum war es die Passpolitik, diesmal unter Kaiser Otto I., die in Müstair ein bedeutendes Bauwerk in Form einer der ältesten mitteralterlichen Burgen entstehen liess, das auch Schutz bot gegen die gefürchteten Überfälle von Sarazenen und ungarischen Reiterhorden. Um 1035 wurde der karolingische Nordtrakt durch eine elegante, frühromanische Bischofsresidenz ersetzt, die Bischof Egino 1163 dem neu angesiedelten Frauenkonvent schenkte. Das bisherige Atrium wurde zum Kreuzgang und damit zum neuen Zentrum der Klosteranlage. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde das Kloster wie eine Stadt mit Mauern geschützt. Die Äbtissinnen Angelina Planta (reg. 1478-1509) und Barbara von Castelmur (reg. 1510-1533) sahen sich nach der Brandschatzung im Schwabenkrieg von 1499 zwischen den Bündnern und Tirolern gezwungen, grosse Teile des Klosters neu aufzubauen. Diese Arbeiten haben den spätmittelalterlichen Charakter des Klosters bis heute geprägt. In der Zeit der Gegenreformation und des Barocks ist es glücklicherweise nie zu einer Gesamterneuerung wie in anderen europäischen Klöstern gekommen. Hingegen entstanden repräsentive Stuben mit qualitätsvollen Interieurs. 1799 besetzten napoleonische Truppen das Kloster, und in der nachfolgenden Helvetik wurde die Abtei zu einem Priorat deklassiert. In einer vitalen Phase zwischen 1878 und 1904 wurden der Mitteltrakt erneuert, die Kirche restauriert, neue Zellen und Schulräume gebaut. Mehr als 1200 wechselvolle Jahre haben dieses benediktinische Kloster geprägt. Die Stiftung Pro Kloster St. Johann versucht mit Spenden die bauliche Zukunft des Klosters und damit auch das spirituelle Weiterleben sicherstellen.