Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Gesamtreise / Russland - Weissrussland - Karelien - Skandinavien - Polen: St. Petersburg - Moskau - Beresina - Warschau - Walaam - Vadstena

19 Tage

6. - 24. Juli 2019

Reiseroute

Konnersreuth - Warschau - Sokolka (Eucharistiewunder) - Minsk - Beresina - Moskau - Sergijev Possad - St. Petersburg - Walaam - Stockholm - Vadstena

Geistliche Leitung / Begleitung: Pfr. Theodor Zimmermann / P. Rolf Schönenberger (Moskau)

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 2'970.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 450.00

Einzelkabinenzuschlag CHF 180.- / Visum ca.: CHF 250.00

Leistungen (Details sh. Reisebeschreibung)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

>>> Detailprogramm dieser Reise sh. Pilgerreise-Heft Seite 18 - 21

Reise 1: Russland - Weissrussland - Polen Seite 18 - 19

Reise 2: Russland - Karelien - Skandinavien Seite 20 - 21


Informationen zu den Reisezielen

St. Petersburg / RUS

Beschreibung folgt

Beresina / BLR (Weissrussland)

Da lagerten die Schweizer im Wald auf schneebedeckter Erde. Keine Lebensmittel konnten ausgeteilt werden, alle litten Hunger und Durst, sie ersehnten den Morgen, den Augenblick, mit dem Feind handgemein zu werden, sie waren sich bewusst, dass ihnen mit der Deckung des Rückzuges der französischen Armee ein Ehrenposten anvertraut war. Durchdrungen vom Ernst der Lage, jeden Augenblick des harten Kampfes gewärtig, stand am frühen Morgen eine Gruppe von Offizieren im Wald beisammen. Auf der Strasse auf- und abgehend, erinnerte der neue Chef des 1. Schweizerregiments, Franz Blattmann von Oberägeri, gleichsam vom Gedanken an die nahe Todesstunde ergriffen, seinen Kameraden, Leutnant Thomas Legler (von Dornhaus, Glarus), an das Lieblingslied, das dieser oft zu Hause gesungen hatte, und bat ihn, es noch einmal zu singen. Während der Kanonendonner auf beiden Seiten der Beresina rollt, ertönt auf Russlands Schneefeldern, viele hundert Stunden weit vom Vaterland, der Sang der Schweizeroffiziere auf den «Le- bensmut»: „Unser Leben gleicht der Reise..." Als am nächsten Abend Appell gemacht wurde, standen von allen Schweizern der ehemaligen 4000 Mann (4 Regimenter) noch 300 Mann in Reih und Glied, wovon 100 verwundet waren, die Überlebenden des 1. Regimentes fanden an sechs Wachtfeuern Platz. Ihrer Aufopferung verdankte Napoleon den Übergang der ihm noch gebliebenen Truppen über die Beresina und den Rückzug nach Vilnius. Marschall St. Cyr äusserte hernach in Gegenwart seines ganzen Generalstabs bezüglich des 1. und 2. Schweizerregiments: „Es sei unmöglich, tapferer zu sein...!“ Gesammthaft dienten 7264 «rote Schweizer», so genannt, weil alle rote Waffenröcke trugen. (Dr. A. Maag + „der Schweizersoldat in der Kriegsgeschichte)

Walaam Klosterinsel / RUS (Karelien)

Walaam - wer die Augen öffnet, entdeckt noch viel mehr als eine stille Insel: Sie streift die russische Seele... Die hl. Mönche Sergius und Hermann gründeten im 10. Jh. das erste Kloster. Im Laufe der Jahrhunderte bildete sich auf dem Archipel ein Gottesstaat, wo in seiner Blütezeit im 18. Jh. bis zu 3000 Menschen und über 1000 Mönche lebten. Von der Anlegestelle aus erkennen wir schon die Kuppeln der Kirche Andreas des Erstgerufenen. Im Gedenken an die Leiden Jesu Christi hat man ein „Neues Jerusalem“ entstehen lassen: den „Garten Getsemani“ mit seiner Maria-Entschlafungskirche, das „Kidrontal“, den Ölberg und das „Osttor“ zur Auferstehungskirche. Sie ist mit weisser Keramik aus dem Gebiet des Urals ausgeschmückt und hat jeden Sonntag ihr Patroziniumsfest, da sie ja der Auferstehung des Herrn geweiht ist. Die Unterkirche ist als Grabeskirche mit Felsen- grab gestaltet. Eine Besonderheit dieser Kirche ist der offene Altar, der nicht wie sonst bei den Orthodoxen üblich hinter einer Ikonostase verborgen ist. Nach dem finnisch-russischen Krieg 1940 fiel Walaam an die Sowjetunion. Die Mönche ergriffen die Flucht vor Stalin und seinen Schergen. Die Sowjets machten aus dem Kloster ein Heim für invalide Soldaten. Erst 1989, nach der Perestroika, kamen die Geistlichen zurück. Heute leben wieder 230 Mönche und Novizen hier, sie richteten das weitläufige Anwesen in neuem Glanz wieder her. Die Insel liegt im 8 monatelangen Schnee und Eis verborgen und der Ladogasee ist wochenlang zugefroren. Ein Mönch bemerkt: „Ja, die ersten 40 Jahre sind hart, aber dann kommt der Tod..."

Vadstena / SWE (hl. Birgitta von Schweden)

Die hl. Birgitta wurde 1303 als Tochter eines Reichsrates in Schweden geboren. Sie hatte 4 Söhne und 4 Töchter, darunter Katharina von Schweden, die auch heiliggesprochen wurde. Als Hofmeisterin des Königs Magnus Eriksson hatte Birgitta im Land grossen Einfluss. Nach einer Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela und dem Tod ihres Mannes hatte sie zahlreiche Christus-Visionen und schrieb diese auf (z.B. 7 und 15 Vater-unser-Gebete «Das Leiden Christi; ISBN 978 3 907523 08 7»). In den Offenbarungen erkannte Birgitta die Berufung als Braut Christi und göttliches Sprachrohr: Sie sollte einen neuen Orden gründen. 1346 schenkte ihr König Magnus Eriksson das Königsgut Vadstena. Im Jahr 1349 pilgerte Birgitta nach Rom. Hier gründete sie ein Hospiz für schwedische Pilger und bemühte sich um die Rückkehr der Päpste von Avignon nach Rom. Birgitta starb am 23. Juli 1373 in Rom. Ein Jahr später wurden die sterblichen Überreste in das Kloster Vadstena übertragen. (Beitrag von Rudolf Grulich, 2009 / Kirche in Not)