Pilgerreise - Angebot von Drusberg Reisen AG

Cascia - San Giov. Rotondo (hl. P. Pio) - Foggia (Madre di Dio Incoronata) - Manoppello - Loreto - 500. Jahrestag Marignano

7 Tage

14. - 20. September 2015

Reiseroute

Marignano - Roccaporena - Cascia (hl. Rita) - Norcia - Monte Sant'Angelo - S.G. Rotondo (hl. P. Pio) - Madre di Dio Incoronata - Manoppello - Loreto

Geistliche Leitung / Begleitung: P. Adam Serafin

Preise

Pauschalpreis pro Person Doppelzimmer: CHF 850.00

Zuschlag Einzelzimmer: CHF 165.00

inkl. Vollpension (1 x Lunch, 2 Essen fakultativ)

Einsteigeorte und allg. Infos ersehen Sie bitte unter Reisehinweise


Details / Programm

Montag, 14. Sept.

Fahrt durch den Gotthard, das Tessin (Mittags-Lunch aus dem Car) und Mailand in die Po-Ebene nach Marignano. Hl. Messe in der Schlachtkapelle beim Denkmal. Anschl. Besuch der Beinhauskapelle, wo einige wenige der ca. 14000 Gefallenen Eidgenossen ruhen. Über den Apennin und Florenz, an Weinbergen und den malerischen Hügeln von Chianti vorbei erreichen wir am Abend unseren Übernachtungsort in der Toscana. Hotelbezug.

Dienstag, 15. Sept.

Weiterfahrt nach Umbrien, am trasimenischen See vorbei, wo der hl. Franziskus auf der kleinen Insel eine Fastenzeit verbrachte. Vormittags erreichen wir das Dorf Roccaporena bei Cascia. Hier hat die hl. Rita mit ihrem Ehemann und ihren zwei Söhnen gelebt und gelitten. Wir können die Taufkirche und ihr Haus mit dem Rosengarten sehen und den Scoglio-Felsen hinaufsteigen, auf dem sie oft gebetet hat. Mittagessen. Nach kurzer Fahrt erreichen wir Cascia. Besuch der Kirche mit dem Schrein der hl. Rita und dem Kloster der Augustiner­in­nen, in dem sie 40 Jahre lang lebte und wirkte und mit der Dornen­stigma an der Stirne starb. Hotelbezug, Nachtessen.

Mittwoch, 16. Sept.

Nach der hl. Messe Weiterfahrt zum nahegelegenen Städtchen Norcia, hier befindet sich die Geburtskirche der Heiligen Benedikt und Scholastika. Mittagessen fakultativ. Über ein Teilgebirge der Abruzzen verlassen wir die karge Bergregion und gelangen an die schöne Adriaküste. Am Nachmittag erreichen wir das Gargano-Massiv und mit dem Monte Sant’Angelo, Besuch der imposanten Felsenhöhle des hl. Erzengels Michael. Abends Ankunft in San Giovanni Rotondo. Bezug des Pilgerhotels für 3 Nächte.

Donnerstag, 17. Sept. bis Freitag, 18. Sept.

Aufenthalt am Gnadenort. Hl. Messe, Besuch des Kapuzinerklosters mit der Sterbezelle des hl. P. Pio, Museums-Rundgang, Kreuz­wegandacht usw. Besuch der Kirche San Pio und der mit eindrucksvollen Mosaikbildern ausgeschmückten Krypta, welche den Schrein des Heiligen birgt, der als mächtiger Fürbitter verehrt und angerufen wird. Fakultativer Ausflug zum vielbesuchten Marienwallfahrtsort Madre di Dio Incoronata aus dem Jahre 1001, den auch der hl. Johannes Paul II. 1987 aufsuchte.

Samstag, 19. Sept.

Rückfahrt dem adriatischen Meer entlang. In einem Seitental der Abruzzen besuchen wir in Manoppello die Kirche mit dem geheimnisvollen Muschelseidentuch, worauf das Antlitz Jesu einzigartig abgebildet ist. Hl. Messe. Am Nachmittag Ankunft in Loreto. Besuch der Basilika mit dem Haus der Hl. Familie. Nachtessen und Übernachtung.

Sonntag, 20. Sept.

Nach der Frühmesse im Haus der Heiligen Familie Antritt der Heimreise über Rimini (Mittagessen fakultativ), Bologna und Mailand in die Schweiz zurück.


Informationen zu den Reisezielen

San Giovanni Rotondo / I

Am 25. Mai 1887 wurde der hl. Pater Pio in Pietrelcina, in Süditalien, als Sohn eines Kleinbauern geboren. Er bekam den Taufnamen Francesco. Er war gern allein, betete eifrig und übte sich auch im Opfer bringen. Mit fünfzehn Jahren trat Francesco Forgione in das Noviziat der Kapuziner in Morcone ein. Sein Klostername Pio, d. h. der Fromme, entsprach seinem Wesen und Leben. Bruder Pio hatte eine schwache Gesundheit. Trotzdem brachte er grosse Opfer als treuer Jünger seines gekreuzigten Meisters. Am 10. Aug. 1910 wurde er zum Priester geweiht. Wegen seiner schwachen Gesundheit bekam P. Pio öfters Heimaturlaub. Auf dem väterlichen Anwesen wurde er zuerst unsichtbar stigmatisiert, am 20. Sept. 1918 wurden ihm in S. Giov. Rotondo die Wundmale des Herrn sichtbar eingeprägt. P. Pio wurde somit der erste stigmatisierte Priester der katholischen Kirche. Im Jahre 1940 gründete er ein Spital „Casa Sollievo della Sofferenza“, Haus zur Linderung der Leiden. Fünfzig Jahre lang lebte er für seine Aufgabe als Priester in heroischer Weise, insbesondere führte er durch das Sakrament der Versöhnung viele tausend Menschen zu Gott zurück und vielen Personen erwies er Wohltaten mit der Hilfe des Gebetes. P. Pio starb am 23. Sept.1968 im Alter von 81 Jahren. Er wurde am 2. Mai 1999 selig- und am 16. Juni 2002 heiliggesprochen. Noch heute gibt es in vielen Ländern P. Pio - Gebetsgruppen. Wir besuchen das Kapuzinerkloster mit der Grabes-Krypta des Heiligen. Auf dem Rundgang durch das Museum erhalten wir Einblick in sein Leben, das auf eindrückliche Weise dokumentiert ist. Wir sehen die Zelle, in welcher Pater Pio starb.

Cascia / I

In der Kirche befindet sich der unverweste Körper der hl. Rita. In der Krypta sind die Spuren eines sehr eindrücklichen eucharistischen Wunders zu sehen. Daneben ist der Steinsarg, in dem die sterblichen Überreste des sel. Simone Fidati ruhen, welcher die eucharistische Reliquie an sich nahm und im Jahre 1348 starb. Besuch des Augustinerinnenklosters, in dem die hl. Rita 40 Jahre lang lebte und wirkte und mit der Dornenstigma an der Stirne starb. Evtl. besuchen wir nicht weit von Cascia das abgelegene Dorf Roccaporena. Hier hat die hl. Rita mit ihrem Ehemann und ihren zwei Söhnen gelebt und gelitten. Wir können die Taufkirche und ihr Haus mit dem Rosengarten sehen und den Scoglio-Felsen hinaufsteigen, auf dem sie oft gebetet hat.

Marignano / I

1512 siegten die Eidgenossen in Pavia, 1513 in Novara. Aber am 13. bis 14. Sept. 1515 standen die Eidgenossen (die Beschützer des Herzogtums Mailand) den Truppen des franz. Königs Franz I. gegenüber. Leider war eine grosse Anzahl, die welche am 8. Sept. mit dem Gebietsabtretungs-Angebot des franz. Königs einverstanden waren, bereits bei Gallarate auf dem Heimweg. Jene aber, die diesem Abkommen nicht zustimmten, waren bereit zum Kampfe - sie standen auch unter dem Einfluss des ersten Schweizer Kardinals und Wallisers Matthäus Schiner (“dem Befreier Italiens, Beschützer der Kirche sowie dem Mitbegründer der päpstl. Schweizergarde 1506.”). Es waren dies rund 20’000 Mann, wenig Reiterei und Artillerie. Ihnen standen auf franz. Seite 30’000 Mann mit den neuen Feuerwaffen gegenüber. Am 13. Sept. mittags warfen die Eidgenossen einen Spähtrupp zurück. Die Hauptleute, Werner Steiner von Zug und Bürgermeister Röist von Zürich, die wegen der fortgeschrittenen Tageszeit den Kampf auf den folgenden Tag verschieben wollten, wurden durch ihre eigenen kriegslustigen Leute zur Schlacht gedrängt. Dieses Gefecht dauerte dann bis in die Nacht hinein. Bei Tagesanbruch wurde das Gefecht wieder aufgenommen. Ein Umgehungsmanöver, das beinahe den Sieg gebracht hätte, misslang wegen des Angriffs von neu zustossenden venezianischen Truppen. Die Eidgenossen mussten sich unter enormen Verlusten zurückziehen, hielten aber am Geviert (Viereck) fest. Sie nahmen ihre Verwundeten in ihre Mitte und zogen sich nach Mailand und schliesslich in die Schweiz zurück. Dieser heldenhafte Rückzug gilt als der erste geordnete und dokumentierte seit der Antike. Nach dieser Niederlage erinnerten sich alle wieder an die Tagsatzung von Stans mit dem Rat ihres hl. Bruder Klaus von 1481: „mischt Euch nicht in fremde Händel“! Die Schlacht bei Marignano war der letzte Waffengang der Eidgenossen auf fremdem Boden.

Manoppello / I

Manoppello ist eine Kleinstadt in der Provinz Pescara in den Abruzzen. Seit vier Jahrhunderten ist das Heiligtum des Volto Santo Ziel vieler Pilger aus Italien und aller Welt. Wie alle Wallfahrtsorte so ist auch dies ein „Ort der Bekehrung und der Versöhnung mit Gott und eine Oase des Friedens“ (Papst Joh. Paul II). Das "Volto Santo" ("Heilige Antlitz") wird im Kapuzinerkloster aufbewahrt. Zwischen zwei Glasscheiben befindet sich ein ganz feines Tuch, auf dem das Antlitz Christi erscheint. Am 1. Sept. 2006 besuchte Papst Benedikt XVI. dieses Heiligtum und erhob es zur Basilika.

Loreto / I

Loreto ist einer der berühmtesten Wallfahrtsorte Italiens. In der Mitte der riesengrossen, mit Kunstwerken namhafter Künstler reich ausgestatteten Basilika, befindet sich das Haus der Heiligen Familie. Es wurde der Legende nach vor gut 700 Jahren von Engeln oder wie andere Quellen berichten, von frommen Adelsfamilien namens "degli Angeli" im Jahre 1291 zuerst von Palästina nach Trsat bei Rijeka (Kroatien) und dann, im Jahre 1294, von Trsat nach Italien gebracht. Das sog. "Loreto Oel", das die Ewig-Licht Lampen in der Casa Santa speist, hat schon vielen Heilung gebracht. Es ist rechts beim Aufgang zum Heiligen Haus gegen ein freiwilliges Almosen erhältlich.