St. Odilienberg

Hl. Odilia, Patronin der Augenleidenden, mit Heilquelle

Die Klosteranlage St. Odile ist ein bedeutendes religiöses Zentrum und ein vielbesuchter Pilgerort.

Die Schutzpatronin des Elsass und Namensgeberin des Berges, die hl. Odilia, lebte von 660 bis 720 n. Chr. Sie wurde in Obernai als Tochter des elsässischen Herzogs Eticho und der Merowinger Prinzessin Bereswinde geboren. Da sie blind zur Welt kam, wollte ihr gewalttätiger Vater sie töten lassen, aber die Mutter brachte das Kind zu Verwandten in Sicherheit. Diese hatten den neuen christlichen Glauben angenommen und tauften das schon herangewachsene Mädchen. Nach ihrer Taufe 672 konnte Odilia sehen. Sie kehrte in die Burg ihres Vaters zurück, worauf ihr Vater sich versöhnte und ihr die Burg überliess. Bald bekannte auch er sich zum christlichen Glauben und liess sich taufen. Um 690 gründete die Herzogstochter mit ihrem Vater auf ihrer Hohenburg bei Barr das später nach ihr benannte (Augustiner) Chorfrauenstift Odilienberg, dessen 1. Äbtissin sie wurde. Die Verehrung der Patronin der Augenleidenden und die Wallfahrt zu ihrem Grab verbreiteten sich seit dem 9. Jh. in weite Teile Europas. Hier halten Männer, auch solche die am Passionsspiel in Masevaux mitmachen, ständige Anbetung. Die Pilger waschen sich die Augen mit dem Wasser der heilkräftigen Odilienquelle auf dem Odilienberg. Viele haben schon Linderung oder Heilung erfahren. Am 11. Oktober 1988 betete der hl. Papst Johannes Paul II. am Grab der hl. Odilia und segnete das Elsass.

"Mont Saint-Odile, eine Hochburg des Gebets und der Nächstenliebe." (Hl. Johannes Paul II)

"Ein Ort im Elsass, der im Laufe der Jahrhunderte so viele Besucher und Pilger gesehen hat, die von der einzigartigen Schönheit seines grandiosen Panoramas ergriffen und durch seine belebende spirituelle Atmosphäre innerlich erneuert wurden." (Hl. Johannes Paul II)

"Wie könnte man nicht den Ruf verspüren, Gott in der Stille des Herzens zu begegnen, wo Odilia und viele andere seine vertraute Gegenwart erfahren haben?" (hl. Johannes Paul II)